Mitglied werden

Ein Milchviehbetrieb, der einen Mehrwert für die Familie und die Natur bewirkt: „Beweisen, dass es möglich ist“.

„Auch die nächste Generation soll an diesem Ort die Landwirtschaft weiterführen können.“ Für Milchviehhalter Lars van Loenhout (35) ist der Schlüssel zum Erreichen dieses Ziels ganz klar: Ausgewogenheit. „Ein zukunftsfähiger Betrieb muss sowohl in finanzieller Hinsicht als auch im Hinblick auf die Umwelt eine langfristige Perspektive bieten.“ In Prinsenbeek, Niederlande, hält er 120 Milchkühe und dazugehöriges Jungvieh und betriebt naturinklusive Landwirtschaft.

Als Eltern von drei kleinen Kindern setzen sich Lars van Loenhout und seine Freundin Ilse aktiv mit der Zukunft auseinander. „Aktuell sind meine Eltern noch im Betrieb, aber wir sind jetzt dabei, ihn zu übernehmen“, sagt Can Loenhout. Die Verteilung der Gesamtfläche (40 Hektar eigenes Land, 20 Hektar Pachtland ohne Gebäude und 60 Hektar, die sie von der staatlichen Forstverwaltung (Staatsbosbeheer) pachten) verdeutlicht sofort, wie Ausgewogenheit zu einem nachhaltigen Ertragsmodell beitragen kann: „Diese Pacht bietet uns zwölf Jahre lang Gewissheit, dass wir die Fläche zur Verfügung haben und außerdem Zugriff auf Subventionen, die naturinklusive Landwirtschaft mit einem Ertragsmodell ermöglichen.“

Maßnahmen ergreifen

Optimierung der Nachhaltigkeit mit Ertragsmodell erfordert Lars van Loenhout zufolge unternehmerisches Denken und Wagemut. „Vor einigen Jahren wurden wir im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik verpflichtet, 3 Meter breite Pufferstreifen anzulegen. Über BoerenNatuur haben wir uns erkundigt, ob wir sie auf 6 Meter erweitern und mit Maßnahmen aus dem agrarischen Natur- und Landschaftsschutz (ANLb) verknüpfen könnten.“ Das ging tatsächlich: doppelt so breite Pufferstreifen mit artenreichen Mischungen, die im Rahmen des ANLb vergütet wurden.

„So erzielen wir sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich verantwortungsvolle Fortschritte“, sagt Lars van Loenhout. Seiner Meinung nach ist das der beste Weg zu einem nachhaltigen Ertragsmodell: Schritt halten, damit die Lücke nicht unüberbrückbar wird. „Wir haben von Anfang an ‚On the way to PlanetProof‘-Milch geliefert. Anfangs war das noch recht einfach, aber dann mussten wir ständig Verbesserungen durchführen, um die Anforderungen zu erfüllen. So haben wir beispielsweise durch die Optimierung unseres Düngeplans unseren Stickstoffüberschuss im Boden um 100 % gesenkt. Ich finde es wichtig, dass man immer das maximal Erreichbare anstrebt, und zwar sowohl bei der Nachhaltigkeit als auch bei der Rentabilität.“

Nachhaltigkeitsdaten

Die Erfassung der Daten aus all diesen Nachhaltigkeitsbemühungen ist Lars van Loenhout zufolge sehr wertvoll. „FrieslandCampina bietet uns dadurch einen Nachweis. Man sieht schwarz auf weiß, was nachhaltige Entscheidungen für die Natur, die Tiere und den Betrieb bedeuten. Was bedeutet zum Beispiel eine geringere Kunstdüngerausbringung für meine Emissionen, aber auch für meine Produktion? Dies ermöglicht es uns, fundierte Entscheidungen zu treffen.“

Mitbestimmung über Vergütungssystem

„Die Vergütung für diese Nachhaltigkeitsentscheidungen liegt zum Teil an einem selbst“, erläutert Lars van Loenhout. „Auf der Mitgliederversammlung von FrieslandCampina wurde unter anderem über das Auszahlungssystem von Foqus planet gesprochen. Sollten wir unsere Nachhaltigkeitsbemühungen hauptsächlich auf CO2 konzentrieren, sollte der Schwerpunkt stärker auf Weidegang liegen oder ist eine andere Form wichtig?“ Diese Mitbestimmung findet Lars van Loenhout enorm wichtig. „Man selbst kennt den eigenen Betrieb und die umgebende Natur am besten. Die Genossenschaft teilt das Bestreben, dies ständig zu optimieren und verlässt sich dabei auf uns Mitglied-Milchviehhalter:innen.“

Beweisen, dass es möglich ist

Lars van Loenhout hat sich hohe Ziele gesetzt: „Letztendlich wollen wir zu den besten 25 Prozent – oder sogar 10 Prozent – der Milchviehbetriebe gehören, sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch. Vor allem möchten wir aber beweisen, dass nachhaltige Landwirtschaft nicht auf Kosten der wirtschaftlichen Gesundheit des Betriebs zu gehen braucht – und dass man damit also sowohl den Buchhalter als auch die Natur glücklich machen kann.“

Das machen wir gemeinsam

Sie wollen optimale Wertschöpfung für Ihre Milch. Nicht nur heute, sondern auch morgen. FrieslandCampina strebt stets den besten Milchpreis sowie Kontinuität für ihre Mitglieder an. Verstärken Sie die Genossenschaft? Sie zahlen vorübergehend keine Aufnahmegebühr. Für neue Mitglieder gibt es auch attraktive Regelungen, um in die Genossenschaft hineinzuwachsen.