
Brigitte Wullenweber (50) führt mit ihrem Mann Thomas einen Milchviehbetrieb im Meschede im schönen Sauerland. Sie melken 140 Kühe mit zwei Robotern, halten etwa 80 Stück Jungvieh und vermieten außerdem sechs Ferienwohnungen. „Die Kombination von Milchviehhaltung und Urlaub auf dem Bauernhof ist unsere Art der Risikostreuung“, erläutert Brigitte Wullenweber. Ihr eigentliches Sicherheitsnetz ist jedoch die Mitgliedschaft bei FrieslandCampina. „Bei FrieslandCampina weiß ich, woran ich bin, und das gibt mir Ruhe.“
Der Betrieb hat eine Fläche von 93 Hektar, davon sind 68 Hektar Grünland und 25 Hektar Maisland. Die Kühe geben pro Jahr im Durchschnitt 11.800 Kilo Milch mit 3,9 % Fett und 3,42 % Eiweiß. „Für mich sind gesunde, leistungsfähige Kühe das Herzstück eines zukunftsfähigen Betriebs“, sagt Brigitte Wullenweber. Die täglichen Arbeiten sind gut organisiert: Die Melkroboter bringen nicht nur Ruhe in den Arbeitsablauf, sondern bewirken auch eine genaue Überwachung der Tiere. Dadurch bleibt Zeit für Familie, Gäste und Entspannung. „Wenn ich mal den Kopf frei bekommen will, schwing ich mich aufs Rad und schon nach einer Stunde Fahrt durch die schöne Landschaft ist mein Akku wieder aufgeladen.“
Sicherheit als Voraussetzung
Was Brigitte Wullenweber motiviert, ist die Kombination aus artgerechter Tierhaltung und einem stabilen Familieneinkommen. „Milchviehhalter:innen haben große Investitionen, und zwar langfristig. Dann muss man sicher sein, dass die Milch abgeholt und auch bezahlt wird.“ Und genau diese Sicherheit findet sie bei FrieslandCampina. „Einerlei, wie viel Milch man anliefert und wo sich der Betrieb befindet: als Mitglied hab ich die Garantie, dass die Milch abgeholt wird und ich bekomme jeden Monat mein Milchgeld. Das gibt mir Ruhe, auch bei Verhandlungen mit der Bank.“ Ihrer Ansicht nach ist dies ein großer Vorteil gegenüber privaten Abnehmern. „Bei denen hat man keinen Einfluss und oft auch keine langfristigen Vereinbarungen. Bei FrieslandCampina habe ich als Mitglied Einfluss und vertraue auf die Strategie.“
Gemeinsame Großfamilie
Brigitte Wullenweber war zwölf Jahre lang im Mitgliederrat von FrieslandCampina aktiv. „Ich habe das schon mal als gemeinsame Großfamilie bezeichnet“, sagt sie. „Man lernt viele Milchviehhalterinnen und Milchviehhalter kennen, tauscht Erfahrungen aus und es entstehen echte Freundschaften.“ Das stärkte ihr Engagement. „Als Distriktratsmitglied habe ich die Organisation von innen kennengelernt und verstehe jetzt, wie sie funktioniert. Zum Beispiel, wie Beschlüsse vorbereitet und diskutiert werden: Der Vorstand legt einen Vorschlag vor, als Mitglied hat man Einfluss darauf, indem man sich dazu äußern kann, diese Meinungen der Mitglieder werden berücksichtigt und schließlich wird nach Zustimmung des Mitgliederrats ein Beschluss gefasst. Das funktioniert als transparentes und durchdachtes System.“
Auch wenn nicht alle Mitglieder hinter jeder Entscheidung stehen können, schätzt sie das Rücksprachemodell. „Alle drei Jahre werden die wichtigsten Regelungen überarbeitet. Dadurch sind Anpassungen möglich und es wird auf sich ändernde Rahmen- und Marktbedingungen reagiert.“ Sie spornt insbesondere die Mitglieder in Deutschland an, aktiver zu sein. „Unsere Stimme zählt, aber dann müssen wir sie auch nutzen. Es gibt viele Möglichkeiten, seinen Einfluss geltend zu machen: über die regionalen Mitgliederversammlungen, den Distriktrat oder Ihren Berater bzw. Ihre Beraterin. Wer diese Möglichkeiten nicht nutzt, sollte sich auch nicht beschweren.“
Breites Portfolio als Sicherheitsnetz
Eine weitere Stärke von FrieslandCampina ist das breit gefächerte Produktportfolio. „Nicht jedes Jahr läuft jeder Markt gleich gut. Aber durch die Mischung aus internationalen Marken und Handelsmarken kann FrieslandCampina Marktschwankungen ausgleichen.“ Brigitte Wullenweber vergleicht es mit ihrem eigenen Hof: „In der Corona-Zeit waren die Ferienwohnungen leer, aber der Milchpreis war sehr gut. Später war es genau umgekehrt. Das streut das Risiko, genau wie bei FrieslandCampina.“
Wertschöpfung
Der Verkauf der Marke Landliebe hat sie tief getroffen. „Das war unsere Marke. Unsere Gäste und die Grundschulkinder, die zu uns kommen, erkannten sie, wir waren stolz darauf. Jetzt müssen wir viel mehr erklären.“ Trotzdem blickt sie zuversichtlich in die Zukunft: „FrieslandCampina stellt weiterhin Qualitätsprodukte her. Wichtig ist, dass wir Milch für Produkte mit echter Wertschöpfung produzieren. Und das machen wir nicht nur in Deutschland, sondern in über 100 Ländern weltweit.“
Neue Mitglieder sind eine Chance
Brigitte Wullenweber ist für die Anwerbung neuer Mitglieder in Deutschland. „Nur gut ausgelastete Werke erniedrigen die Kosten. Das ist im Interesse aller.“ Dass es neue Mitglieder gibt, findet sie logisch und gut. „Neue Mitglieder bringen einen Mehrwert. Manche sehen das nicht, aber ich vergleiche es mit meinen Ferienwohnungen: ohne Hilfe, die mich auch Geld kostet, kann ich sie nicht vermieten. Mann muss das Gesamtbild betrachten. Und genau so funktioniert eine Genossenschaft.“ Letztendlich bleibt vor allem das Gefühl der Verbundenheit. „Wir liefern an eine Genossenschaft, die international tätig ist, eigene Marken aufbaut, neue Märkte erschließt, Zusammenarbeiten nicht ausschließt und den Milchviehhaltern/Milchviehhalterinnen Sicherheit bietet. Das erfüllt mich mit Stolz.“
Das machen wir gemeinsam
Sie wollen optimale Wertschöpfung für Ihre Milch. Nicht nur heute, sondern auch morgen. FrieslandCampina strebt stets den besten Milchpreis sowie Kontinuität für ihre Mitglieder an. Verstärken Sie die Genossenschaft? Sie zahlen vorübergehend keine Aufnahmegebühr. Für neue Mitglieder gibt es auch attraktive Regelungen, um in die Genossenschaft hineinzuwachsen.