
Als Milchviehhalter in dritter Generation haben Arjan Sinnige (39) und seine Brüder Chiel und Mark Wachstum „in den Genen“. „Wir freuen uns, dass wir die Tradition von Großvater, Vater und Onkel fortsetzen, allerdings machen wir das auf unsere Weise.“ Gemeinsam führen sie den Familienbetrieb in Hurdegaryp in der niederländischen Provinz Friesland. Sie sind ambitioniert, aber auch bodenständig. „Chancen, die sich bieten, wollen wir nutzen, aber dabei selbst das Ruder fest in der Hand behalten.“
Der Milchviehbetrieb der Brüder hat etwa 300 Milchkühe und 150 Stück Jungvieh, verteilt auf zwei Standorte. Am Hauptstandort stehen die Milchkühe und die Aufzucht erfolgt auf dem zwölf Kilometer entfernten Jungviehbetrieb. „Wir haben eine Milchproduktion von etwa 2,7 Millionen Kilo pro Jahr, mit einem Eiweißgehalt von 3,61 % und einem Fettgehalt von 4,61 %“, erläutert Arjan Sinnige. Insgesamt bewirtschaften sie eine Fläche von 160 Hektar, hauptsächlich Grünland. „Wir füttern ganzjährig die gleichen Rationen aus Gras, Mais und Nebenprodukten. Dadurch haben wir die Ernährung, das Stallklima und den Gülleabsatz im Griff“, sagt Sinnige.
Neue Schritte, neue Herausforderungen
Die Milchviehhaltung ist in der Familie Sinnige tief verwurzelt. Jahrelang führten Sinniges Vater und Onkel den Milchviehbetrieb. Als klar wurde, dass die nächste Generation in beiden Familienzweigen in den Startlöchern stand, beschloss die Familie 2012 einvernehmlich, den Betrieb aufzuteilen. „Das ermöglichte uns allen, jeweils unsere eigene Zukunft weiter aufzubauen. Seit der Aufteilung führen meine Brüder und ich den Betrieb als Partnerschaftsgesellschaft, um ihn weiter zukunftsfähig aufzubauen.“ Seitdem sind die Entwicklungen gut vorangegangen: Die Zahl der Milchkühe wuchs von 125 auf 300, der Jungviehstandort wurde eingerichtet und im vergangenen Jahr fand dann die endgültige Hofübernahme statt. „Gleichzeitig stehen wir vor den gleichen Herausforderungen wie alle anderen Milchviehhalter:innen auch, z. B. hohe Kosten/Investitionskosten, sich ändernde Vorschriften und Landknappheit.“
„Aber Stillstand ist für uns keine Option, wir denken gerne in Möglichkeiten“, fährt Sinnige fort. „Ein gutes Beispiel dafür ist die Betriebsübernahmeregelung von FrieslandCampina, die es uns ermöglicht, über einen Zeitraum von zehn Jahren allmählich in die Milchzertifikate hineinzuwachsen. Das hilft uns, große Investitionen wie die Übernahme finanziell zu verkraften.“ Da die Brüder seit 2014 Mitglied sind, konnten sie auch schon Kapital in der Genossenschaft aufbauen. „Bislang konnten wir den größten Teil unserer Investitionen aus den Gewinnausschüttungen finanzieren.“
Ruder fest in der Hand
Sinnige findet die genossenschaftliche Struktur ein großes Plus. „Als Mitglied hat man Einfluss auf die Genossenschaftspolitik. Und man hat Spielraum für eigene Entscheidungen. Wir haben zum Beispiel mit Weidegang aufgehört, weil das an unserem Standort mehr Nachteile als Vorteile hat. Diese Entscheidungsfreiheit hat man bei FrieslandCampina, ohne dass man gleich seinen Absatz verliert. Dass wir das Ruder selbst in der Hand haben, gibt uns Sicherheit und Vertrauen.“
Auch der zukunftsorientierte Ansatz von FrieslandCampina gefällt Sinnige. „Das ist auch unser Ansatz. FrieslandCampina ist ein solides Unternehmen, bei dem die Vorteile an die Mitglieder zurückfließen. Auch die Kommunikation ist klar und transparent. Das schafft Vertrauen, auch gegenüber der Bank, wenn man neue Investitionen tätigen möchte. Und natürlich der starke Milchpreis; bei den heutigen hohen Kosten ist es sehr wichtig, weiter voranzukommen.“
Das machen wir gemeinsam
Sie wollen optimale Wertschöpfung für Ihre Milch. Nicht nur heute, sondern auch morgen. FrieslandCampina strebt stets den besten Milchpreis sowie Kontinuität für ihre Mitglieder an. Verstärken Sie die Genossenschaft? Sie zahlen vorübergehend keine Aufnahmegebühr. Für neue Mitglieder gibt es auch attraktive Regelungen, um in die Genossenschaft hineinzuwachsen.