Friesland­Campina und Milcobel kündigen Fusionsabsicht an

FrieslandCampina und Milcobel haben heute ihre Absicht angekündigt, zu fusionieren. Durch diese Bündelung der Kräfte entstehen eine führende Molkereigenossenschaft und ein führendes Molkereiunternehmen. Die Fusion bildet die Grundlage für eine zukunftsorientierte Organisation, die Milchprodukte in den Mittelpunkt der Interessen von Mitglied-Milchviehhalter:innen, Beschäftigten, Verbraucher:innen und Geschäftskunden stellt. Die beabsichtigte Fusion bedarf der Genehmigung des Mitgliederrats von FrieslandCampina, der außerordentlichen Hauptversammlung von Milcobel und der Kartellbehörden. Die Mitglied-Milchviehhalter:innen, die Beschäftigten, die Betriebsräte und die Gewerkschaften wurden über die beabsichtigte Fusion informiert.

Durch die Fusion von FrieslandCampina und Milcobel entsteht eine gemeinsame internationale und zukunftsorientierte Organisation, die Chancen auf dem globalen Markt für Molkereiprodukte besser nutzen und sich den Herausforderungen effektiver stellen kann. Die beiden Fusionspartner befinden sich schon seit Generationen im Besitz von Milchviehhaltern und Milchviehhalterinnen und ergänzen sich ausgezeichnet hinsichtlich ihrer Marktpositionen und Produktportfolios. Die Fusion bietet weitere Entwicklungsmöglichkeiten in Marktsegmenten wie Verbraucherkäse, Mozzarella, weiße Milchprodukte (u. a. Milch, Buttermilch und Joghurt), und Inhaltsstoffe sowie Effizienz- und Know-how-Vorteile, beispielsweise im Bereich der Nachhaltigkeit.

Der Vorstandsvorsitzende der Molkereigenossenschaft FrieslandCampina U.A., Sybren Attema, sagte dazu:
„Die Fusion von FrieslandCampina und Milcobel ist mehr als die Summe der Teile. Hierdurch entsteht eine zukunftsorientierte, gemeinsame Molkereigenossenschaft, die widerstandsfähig ist und Chancen auf dem dynamischen, globalen Milchmarkt nutzen kann. Dies stärkt unsere Attraktivität für die Mitglied-Milchviehhalter:innen, Handelspartner und Beschäftigte. Darüber hinaus wird dieser Schritt dazu beitragen, dass wir einen führenden Milchpreis für unsere Mitglied-Milchviehhalter:innen erzielen, sowohl jetzt als auch in Zukunft.“

Die Vorstandsvorsitzende von Milcobel, Betty Eeckhaut, äußerte sich hierzu folgendermaßen:
„Das bei Milcobel und FrieslandCampina tief verwurzelte genossenschaftliche Gedankengut bildet die Grundlage für diese beabsichtigte Fusion. Unsere Zielsetzung ist auch weiterhin, einen führenden Milchpreis für unsere Mitglied-Milchviehhalter:innen zu erwirtschaften. Da wir uns regionalgeografisch ergänzen, werden wir der ideale genossenschaftliche Partner für jetzige und neue Mitglieder, mit solider Milchanlieferung für eine erfolgreiche Zukunft. Für die Beschäftigten bietet die neue Organisation umfangreiche Entwicklungsmöglichkeiten in einem internationalen Umfeld. Für Kunden bedeutet diese Fusion mehr Innovationskraft, eine breitere Produktpalette und noch weitere Professionalisierung unserer Dienstleistungen.“

Auf der Grundlage der kombinierten Jahreszahlen von FrieslandCampina und Milcobel für 2023, ohne die Milcobel-Geschäftseinheit Ysco, die verkauft wird, wird die neue Organisation einen Pro-forma-Umsatz von mehr als 14 Milliarden Euro erzielen, in 30 Ländern tätig sein, weltweit fast 22.000 Beschäftigte haben und ein Gesamtvolumen von etwa 10 Milliarden Kilogramm Mitgliedermilch verarbeiten. Diese Milch wird von fast 11.000 Mitglied-Milchviehbetrieben geliefert, die im Besitz von etwa 16.000 Mitglied-Milchviehhaltern und -Milchviehhalterinnen in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Nordfrankreich sind.

Verfahren

Die Vorstände der Genossenschaften und die Geschäftsführungen der Unternehmen haben eine Grundsatzvereinbarung über die beabsichtigte Fusion unterzeichnet. Angestrebt wird, dass in der ersten Jahreshälfte 2025 ein ausgearbeiteter Fusionsvorschlag vorliegt, der dann mit den Mitgliedern von FrieslandCampina und den Anteilseignerinnen und Anteilseignern von Milcobel besprochen wird. Danach wird dieser Fusionsvertrag der außerordentlichen Hauptversammlung von Milcobel und dem Mitgliederrat von FrieslandCampina zur Genehmigung vorgelegt. Die Fusion bedarf der Genehmigung der Kartellbehörden.