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30. August 2012
FrieslandCampina erzielt im ersten Halbjahr 2012 ein gutes Ergebnis
Volumenwachstum und internationaler Fokus tragen zu höherem Umsatz und Gewinn bei

Amersfoort, die Niederlande
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- Umsatzerlöse steigen um 7,6 Prozent auf 5.089 Millionen Euro
- Betriebsergebnis steigt um 3,3 Prozent auf 217 Millionen Euro
- Periodenüberschuss steigt um 8,7 Prozent auf 138 Millionen Euro
- Pro-forma-Leistungszuschlag (1,42 Euro) und Pro-forma-Ausschüttung Mitgliederobligationen (0,95 Euro) steigt insgesamt steigt auf 2,37 Euro pro 100 Kilo Milch
Die Umsatzerlöse von Royal FrieslandCampina N.V. stiegen im ersten Halbjahr 2012 um 7,6 Prozent auf 5.089 Millionen Euro. Der Gewinn stieg um 8,7 Prozent auf 138 Millionen Euro. Das Volumenwachstum und höhere Verkaufspreise, zum Ausgleich der höheren Kosten, haben zum Umsatzwachstum und zur Verbesserung des Ergebnisses beigetragen. Im ersten Halbjahr stieg das Volumen insgesamt um 2,4 Prozent, wobei die strategischen Wachstumskategorien ein Volumenwachstum von 4,5 Prozent erzielten. Das Volumenwachstum wurde insbesondere in der Kategorie Baby- und Kindernahrung erzielt, sowohl auf dem Verbrauchermarkt als auch auf dem Business-to-Business-Markt. Ebenso wuchs die Kategorie Milchgetränke. Dieses Wachstum wurde insbesondere in Asien erzielt.
Die Ergebnisse aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 um 9,4 Prozent. Nach Rücklage von 15 Millionen Euro (2011: 2 Millionen Euro) für die Ausschüttung des Weidegangzuschlags (bezogen auf die gesamte Mitgliedermilch 0,32 Euro pro 100 Kilo) stieg das Betriebsergebnis um 3,3 Prozent auf 217 Millionen Euro.
Die Business Groups Consumer Products International und Ingredients konnten erneut sowohl Umsatzerlöse als auch Ergebnis steigern. Consumer Products Europe verbesserte das Ergebnis trotz der schwierigen Marktbedingungen in Europa. Die Umsatzerlöse dieser Business Group sank aufgrund des Drucks auf das Volumen. Bei der Business Group Cheese, Butter & Milkpowder sanken sowohl Umsatzerlöse als auch Ergebnis insbesondere infolge niedriger Verkaufspreise von Butter und Milchpulver.
Cees ’t Hart, CEO von Royal FrieslandCampina:
„FrieslandCampina kann auf ein gutes erstes Halbjahr zurückblicken. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis sind trotz der schwierigen Marktbedingungen in Europa und des starken Rückgangs der Marktpreise für Butter und Milchpulver gestiegen. Auch dadurch befand sich der Garantiepreis für Milch der Mitglied-Milchviehhalter auf einem niedrigeren Niveau als im ersten Halbjahr 2011. Asien, wo FrieslandCampina ein Viertel des Gesamtumsatzes erzielt, hat stark zur Umsatzsteigerung und Ergebnisverbesserung beigetragen. Das Volumen bei Baby- und Kindernahrung ist gestiegen, sowohl in der Business Group Ingredients als auch bei Consumer Products International.“
Kennzahlen
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Ergebnisse
in Millionen EUR
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1. Halbjahr 2012
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1. Halbjahr 2011
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Änderung in %
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Jahr
2011
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Umsatzerlöse
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5.089
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4.730
|
7,6
|
9.626
|
|
Betriebsergebnis
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217
|
210
|
3,3
|
403
|
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Periodenüberschuss
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138
|
127
|
8,7
|
216
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Bilanz
in Millionen EUR
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Bilanzsumme
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6.368
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5.544
|
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5.739
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Summe Eigenkapital
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2.397
|
2.166
|
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2.264
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Dem Anteilseigner der Gesellschaft
und sonstigen Kapitalgebern zuzurechnendes Eigenkapital
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2.280
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2.057
|
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2.148
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Nettoschuld1)
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1.059
|
920
|
|
699
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Summe Eigenkapital in %
der Bilanzsumme
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37,6%
|
39,1%
|
|
39,4%
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Cashflow
in Millionen EUR
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Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
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247
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63
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508
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Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit
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-461
|
-119
|
|
-340
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Wertschöpfung für Mitglied-Milchviehhalter
in pro 100 Kilogramm Milch
(exkl. MwSt., bei 4,41 % Fett und 3,47 % Eiweiß)
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Garantiepreis
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34,142)
|
36,33
|
-6,0
|
36,94
|
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Pro-forma-Leistungszuschlag3)
|
1,42
|
1,38
|
2,9
|
1,10
|
|
Pro-forma-Rücklage Mitgliederobligationen3)
|
0,95
|
0,92
|
3,3
|
0,73
|
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Pro-forma-Milchpreis3)
|
36,51
|
38,63
|
-5,5
|
38,77
|
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Pro-forma-Weidemilchzuschlag4)
|
0,32
|
0,03
|
|
0,03
|
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Pro-forma-Sonderzuschläge5)
|
0,11
|
0,12
|
|
0,12
|
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Pro-forma-Milchpreis + Zuschläge
|
36,94
|
38,78
|
-4,7
|
38,92
|
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Milchanlieferung der Mitglieder
(in Millionen kg)
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4.560
|
4.513
|
1,0
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8.838
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- Die Nettoschuld umfasst langfristige verzinsliche Schulden, Finanzverbindlichkeiten, den Saldo der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen minus Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
- Betrifft den Saldo des Garantiepreises von 34,17 Euro und eine Verrechnung von –0,03 Euro für eine zu hohe Einschätzung für das erste Halbjahr 2012.
- Definitiver Leistungszuschlag, Reservierung von Mitgliederobligationen auf Namen und Milchpreis werden auf Grundlage der Gewinnzahlen des Gesamtjahres ermittelt.
- Ab 2012 erhalten Milchviehhalter, die Weidegang nutzen, einen Weidemilchzuschlag von 0,50 Euro pro 100 Kilo Milch. Bezogen auf die gesamte FrieslandCampina Mitgliedermilch sind dies durchschnittlich 0,32 Euro pro 100 Kilo Milch.
- Sonderzuschläge umfasst die Summe der Ausschüttungen pro 100 Kilo Milch für Campina-Milch von 1,20 Euro, für biologische Milch von 8,60 Euro und für Landliebe-Milch von 1,00 Euro pro 100 Kilo Milch.
Steigerung der Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse stiegen im ersten Halbjahr 2012 um 7,6 Prozent auf 5.089 Millionen Euro. Das Volumenwachstum, höhere Verkaufspreise und Wechselkursauswirkungen trugen zur Umsatzsteigerung bei. Die Akquisition der Alaska Milk Corporation trug mit 63 Millionen Euro (oder 1,3 Prozent) zum Umsatzwachstum bei. Das autonome Umsatzwachstum betrug 6,3 Prozent. Die Umsatzerlöse wurden zu 63 Millionen Euro positiv von Wechselkursauswirkungen beeinflusst.
Die Umsatzerlöse stiegen im ersten Halbjahr 2012 um 7,6 Prozent auf 5.089 Millionen Euro. Das Volumenwachstum, höhere Verkaufspreise und Wechselkursauswirkungen trugen zur Umsatzsteigerung bei. Die Akquisition der Alaska Milk Corporation trug mit 63 Millionen Euro (oder 1,3 Prozent) zum Umsatzwachstum bei. Das autonome Umsatzwachstum betrug 6,3 Prozent. Die Umsatzerlöse wurden zu 63 Millionen Euro positiv von Wechselkursauswirkungen beeinflusst.
Verbesserung des Betriebsergebnisses
Das Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 um 9,4 Prozent. Nach Rücklage von 15 Millionen Euro (2011: 2 Millionen Euro) für die Ausschüttung des Weidegangzuschlags (bezogen auf die gesamte Mitgliedermilch 0,32 Euro pro 100 Kilo) stieg das Betriebsergebnis um 3,3 Prozent auf 217 Millionen Euro.
Die betrieblichen Aufwendungen stiegen im ersten Halbjahr 2012 um 7,7 Prozent auf 4.879 Millionen Euro infolge höherer Kosten für Verpackungsmaterialien, Rohstoffe und Energie (erstes Halbjahr 2011: 4.532 Millionen Euro). Die Vergütung der Mitglied-Milchviehhalter sank im ersten Halbjahr 2012 infolge des niedrigeren Garantiepreises um 3,8 Prozent auf 1.696 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2011: 1.763 Millionen Euro).
Höherer Gewinn
Der Gewinn des ersten Halbjahres 2012 stieg um 8,7 Prozent auf 138 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2011: 127 Millionen Euro). Die Steigerung des Gewinns ist auf das höhere Betriebsergebnis und niedrigeren Finanzierungsaufwand zurückzuführen, trotz eines höheren Steueraufwandes im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011.
Cashflow verbessert
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg auf 247 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2011: 63 Millionen Euro), insbesondere zurückzuführen auf die bessere Beherrschung des Betriebskapitals. Die Cashflows aus Investitions- und Finanzierungsaktivitäten stiegen per Saldo aufgrund der Akquisition von Alaska Milk Corporation.
Akquisition von Alaska Milk Corporation
Am 20. März 2012 erhielt FrieslandCampina die Beherrschung über das philippinische Molkereiunternehmen Alaska Milk Corporation (AMC), an diesem Datum wurde der Anteil von 8 Prozent auf 68,5 Prozent der Anteile erhöht. Anschließend wurde am 14. Juni 2012 der Anteil auf 97,7 Prozent erhöht. AMC produziert, vertreibt und verkauft Milchgetränke und Milchpulver unter den Marken Alaska, Carnation, Liberty, Alpine und Milkmaid auf den Philippinen. Durch die Akquisition festigt FrieslandCampina ihre Position in Asien, einer strategischen Wachstumsregion im Rahmen der route2020. Ab dem 20. März 2012 ist AMC als Teil der Business Group Consumer Products International konsolidiert. In den drei Monaten bis zum 30. Juni 2012 trug AMC 63 Millionen Euro Umsatzerlöse und 7 Millionen Euro Gewinn zu den Ergebnissen von FrieslandCampina bei. FrieslandCampina hat AMC durch Leistung einer Barzahlung von 341 Millionen Euro erworben.
Finanzlage
Per 30. Juni 2012 belief sich die Nettoschuld auf 1.059 Millionen Euro. Gegenüber dem 31. Dezember 2011 ist dies ein Anstieg um 139 Millionen Euro aufgrund des gestiegenen Finanzierungsbedarfs infolge der Finanzierung von Akquisitionen.
Per 30. Juni 2012 belief sich das Eigenkapital auf 2.397 Millionen Euro (Ultimo 2011: 2.264 Millionen Euro). Das Eigenkapital wurde aufgrund der Gewinnrücklage gesteigert.
Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme) sank auf 37,6 Prozent (Ultimo 2011: 39,4 Prozent) aufgrund der Steigerung der Bilanzsumme, insbesondere infolge der Akquisition der Alaska Milk Corporation).
Der Saldo der Finanzerträge und aufwendungen stieg um 22 Millionen Euro, was in Aufwendungen von 18 Millionen Euro resultiert. Der Rückgang betrifft insbesondere die positive Kursauswirkung auf eine temporäre kurzfristige Finanzierung. Die Netto-Zinsaufwendungen betrugen 20 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2011: 26 Millionen Euro).
Das Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen stieg von 5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2011 auf 7 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2012.
Die Steuern betrugen 68 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2011: 48 Millionen Euro). Der Anstieg ist insbesondere die Folge des höheren Gewinns. Demgegenüber stand im ersten Halbjahr 2011 ein außergewöhnlicher Steuerertrag in den Niederlanden.
Nach Business Groups (Die Ergebnisse der Business Groups enthalten die anteilige Anrechnung des Leistungszuschlags und der Reservierung für Mitgliederobligationen auf Namen von der von den Business Groups erhaltenen Menge Mitgliedermilch. Dies hat insbesondere negative Auswirkungen auf das Ergebnis von Cheese, Butter & Milkpowder, da diese Business Group etwa 55 Prozent der Mitgliedermilch verarbeitet).
Consumer Products Europe
Die Business Group Consumer Products Europe hat sich im ersten Halbjahr 2012 vom enttäuschenden Ergebnis 2011 erholt. Die Margen erholten sich bei gesunkenem Umsatz. Die Außenumsatzerlöse sanken um 1,1 Prozent auf 1.427 Millionen Euro aufgrund von Volumenrückgang infolge von verringerten Verbraucherausgaben, während die Verkaufspreise leicht stiegen. Die Marktanteile einiger Marken standen unter Druck. Der Marktanteil der Marke Campina wuchs in den Niederlanden.
Bei Consumer Products Europe belief sich das Betriebsergebnis auf 40 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2011: 8 Millionen Euro). Die Business Group konnte das Ergebnis durch weitere Effizienzsteigerungen, Kostenkontrolle und die Weiterberechnung von höheren Rohstoffkosten verbessern.
Consumer Products International
Consumer Products International (Asien, Afrika, Mittlerer Osten, FrieslandCampina Export) erzielte eine Steigerung der Außenumsatzerlöse von 24,1 Prozent auf 1.495 Millionen Euro. Die Umsatzsteigerung ist die Folge des Volumenwachstums, insbesondere bei Baby- und Kindernahrung. Die Marke Friso verbuchte erneut gute Ergebnisse. Die Umsatzerlöse wurden weiter durch höhere Verkaufspreise, die Akquisition von Alaska Milk Corporation und eine positive Wechselkursauswirkung (53 Millionen Euro) getrieben. In Nigeria lag eine Stabilisierung des Umsatzwachstums infolge der politischen Unruhe vor. Der Marktanteil bei Baby- und Kindernahrung konnte in den meisten Ländern ausgebaut werden. Die Marktanteile von Milchgetränken stehen unter Druck.
Die Business Group Consumer Products International erzielte eine Verbesserung des Betriebsergebnisses um 21,7 Prozent auf 224 Millionen Euro. Ab dem zweiten Halbjahr 2011 konnten die höheren Rohstoff- und Verpackungskosten auf die Verkaufspreise aufgeschlagen werden. Dadurch erholten sich die Margen gegenüber dem ersten Halbjahr 2011.
Cheese, Butter & Milkpowder
Die Business Group Cheese, Butter & Milkpowder erzielte Außenumsatzerlöse in Höhe von 1.188 Millionen Euro. Dies entspricht gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 einem Rückgang von 0,9 Prozent. Der Rückgang, infolge niedrigerer Verkaufspreise, insbesondere von Butter und Milchpulver, wurde teilweise durch ein höheres Volumen ausgeglichen.
Die Business Group Cheese, Butter & Milkpowder erzielte ein negatives Betriebsergebnis von 109 Millionen Euro. Der Rückgang des Betriebsergebnisses um 80 Millionen Euro ist auf den gestiegenen Margendruck bei einem Großteil des Massengütersortiments zurückzuführen. Insbesondere die Verkaufspreise für Butter und Milchpulver befanden sich auf einem erheblich niedrigeren Niveau. Das Betriebsergebnis von Cheese, Butter & Milkpowder wird durch die anteilige Anrechnung des Leistungszuschlags und der Reservierung für Mitgliederobligationen auf Namen von der von der Business Group erhaltenen Menge Mitgliedermilch negativ beeinflusst. Das Konzernunternehmen Cheese erbrachte angesichts der Marktbedingungen befriedigende Ergebnisse, wohingegen das Konzernunternehmen Cheese Specialties das Ergebnis mit Markenkäse leicht verbessern konnte.
Ingredients
Bei Ingredients stiegen die Außenumsatzerlöse um 12,8 Prozent auf 836 Millionen Euro. Die Business Group konnte die Umsatzerlöse durch die Volumensteigerung und höhere Marktpreise zum Ausgleich der gestiegenen Rohstoffkosten steigern.
Ingredients konnte das Betriebsergebnis um 19,1 Prozent auf 106 Millionen Euro verbessern. Auch diese Business Group verbesserte die Ergebnisse, da die höheren Preise für Rohstoffe weitergegeben werden konnten, im Gegensatz zum ersten Halbjahr 2011.
Milchpreis für Mitglied-Milchviehhalter
Der Milchpreis, den FrieslandCampina ihren Mitglied-Milchviehhaltern zahlt, umfasst den Garantiepreis, den Leistungszuschlag und den Wert der auf Namen gutgeschriebenen Mitgliederobligationen-fest pro 100 Kilo Milch. Der Garantiepreis für das erste Halbjahr 2012 belief sich auf 34,14 Euro exklusive MwSt. pro 100 Kilo Milch bei 4,41 Prozent Fett und 3,47 Prozent Eiweiß (erstes Halbjahr 2011: 36,33 Euro; 2011 insgesamt: 36,94 Euro).Der Pro-forma-Leistungszuschlag für das erste Halbjahr 2012 belief sich auf 1,42 Euro pro 100 Kilo Milch exklusive MwSt. (erstes Halbjahr 2011: 1,38 Euro pro 100 Kilo Milch). Die Pro-forma-Reservierung auf Namen von Mitglied-Milchviehhaltern beträgt für das erste Halbjahr 2012 43 Millionen Euro. Pro 100 Kilo Milch entspricht dies 0,95 Euro (erstes Halbjahr 2011: 0,92 Euro pro 100 Kilo Milch).
Mitglied-Milchviehhalter, die ihre Milchkühe mindestens 120 Tage pro Jahr, mindestens 6 Stunden pro Tag auf der Weide grasen lassen, erhalten seit dem 1. Januar 2012 einen Weidegangzuschlag in Höhe von 0,50 Euro pro 100 Kilo Milch. Bis dieses Jahr betrug der Weidegangzuschlag 0,05 Euro pro 100 Kilo Milch. Bezogen auf die gesamte Mitgliedermilch beläuft sich der Weidegangzuschlag auf 0,32 Euro pro 100 Kilo Milch.
FrieslandCampina schüttet Mitglied-Milchviehhaltern Zuschläge für spezifische Produkteigenschaften wie biologische Milch aus. Mitglied-Milchviehhalter, die Campina Milch liefern, erhalten eine Vergütung von 1,20 Euro, Mitglieder, die biologische Milch liefern, erhalten einen Zuschlag von 8,60 Euro und Mitglieder, die Landliebe Milch liefern, erhalten 1,00 Euro pro 100 Kilo Milch. Bezogen auf die Gesamtmenge von FrieslandCampina Milch betragen die Zuschläge 0,11 Euro pro 100 Kilo Milch.
Gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 stiegen die Zinsen für Mitgliederobligationen von 17 Millionen Euro auf 22 Millionen Euro, infolge des Anstiegs einiger Mitgliederobligationen, des Anstiegs des Euribor und der Erhöhung des Zuschlags von 2,5 Prozent auf 3,0 Prozent seit Juni 2011. Der dem Anteilseigner der Gesellschaft (der Genossenschaft) zuzurechnende Gewinn beläuft sich auf 80 Millionen Euro (2011: 78 Millionen Euro).
Finanzierung
FrieslandCampina nutzt Darlehen mehrerer Gruppen von Kapitalgebern (Mitglied-Milchviehhaltern, Banken und Investoren). Ein Großteil der Fremdfinanzierung ist bei Finanzinstituten im In- und Ausland untergebracht. Den Hauptbestandteil der Bankdarlehen bildet eine gebundene Kreditfazilität in Höhe von 1 Milliarde Euro, die bis einschließlich August 2015 läuft. Zudem besitzt FrieslandCampina Darlehen in Höhe von USD 308 Millionen und 25 Millionen Euro bei institutionellen Anlegern. Ende Juni 2012 wurden Schuldscheindarlehen in Höhe von USD 500 Millionen bei institutionellen Anlegern in den Vereinigten Staaten untergebracht, die zum 30. August 2012 eingelöst werden. Diese Schuldscheindarlehen in Höhe von USD 500 Millionen haben eine Laufzeit von 5 bis 15 Jahren. Die Darlehen sind unter anderem für die Finanzierung von Akquisitionen bestimmt, wie die Übernahme der Alaska Milk Corporation im ersten Halbjahr 2012.
Ausblick
FrieslandCampina gibt keine konkrete Prognose bezüglich des Ergebnisses des Gesamtjahres 2012 ab.
Hinsichtlich der Wirtschaft ist der Ausblick weiterhin unsicher. Es wird erwartet, dass Verbraucher in Europa aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit bei ihren Ausgaben zurückhaltend bleiben und infolgedessen auch der Konsum von Molkereiprodukten weiterhin unter Druck stehen wird. Erwartet wird, dass der Konsum von Molkereiprodukten aufgrund der Nachfrage in aufstrebenden Märkten dieses Jahr weltweit leicht steigen wird. Infolge der Trockenheit in den Vereinigten Staaten, der steigenden Futterpreise und der zurückbleibenden Milchproduktion in der EU kann das weltweite Angebot an Milch künftig unter Druck stehen. Kleine Schwankungen bei Angebot und Nachfrage auf dem Weltmarkt können große Folgen für die Preisentwicklung von Molkereiprodukten haben.
Die Aufhebung der Milchquotierung 2015 sowie die schwierige wirtschaftliche Lage in Europa verursachen eine neue Dynamik auf dem weltweiten Markt für Molkereiprodukte. FrieslandCampina erlebt eine Beschleunigung der internationalen Konsolidierung von Molkereiunternehmen. Teils ist dies eine Reaktion auf die Fusion von Friesland Foods und Campina, teils handelt es sich um Akteure, die im Prozess Positionsbestimmung sind, vorgreifend auf das Ende der Milchquote in der Europäischen Union 2015. Die Volatilität auf den Märkten wird die kommenden Jahre weiter zunehmen. Die Strategie route2020 erweist sich unter diesen schwierigen und volatilen Umständen als robust und bildet eine gute Grundlage für das weitere Wachstum und die Verbesserung des Ergebnisses.