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14. März 2012
Gutes Ergebnis bei höherem Milchpreis für Mitglied-Milchviehhalter
Jahreszahlen 2011 Royal FrieslandCampina N.V.
Amersfoort, die Niederlande
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- Umsatzerlöse steigen um 7 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro
- Milchpreis für Mitglieder steigt um 13 Prozent auf 38,77 Euro pro 100 Kilo
- Betriebsergebnis sinkt um 7 Prozent auf 403 Millionen Euro aufgrund von Investitionen in route2020, schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen und negativer Wechselkursauswirkungen
- Der Gewinn sinkt um 24 Prozent auf 216 Millionen Euro aufgrund eines niedrigeren Betriebsergebnisses und einmalig höheren Steueraufwandes; bereinigt vor Anpassung der Rücklagenpolitik sinkt der Gewinn um 13 Prozent
- Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit steigt um 14 Prozent auf 508 Millionen Euro
- Zahlungsfähigkeit verbessert (39,4 Prozent)
Royal FrieslandCampina N.V. konnte bei einem hohen Milchpreis ein gutes Jahresergebnis verbuchen. Der Milchpreis, den die Mitglied-Milchviehhalter erhielten, stieg um 13 Prozent auf 38,77 Euro pro 100 Kilo Milch im Vergleich zu 2010. Die Umsatzerlöse von Koninklijke FrieslandCampina N.V. stiegen um 7 Prozent auf 9.626 Millionen Euro. Genau wie voriges Jahr haben die Geschäftseinheiten Ingredients und Consumer Products International in hohem Maße zu der Umsatzsteigerung und dem Ergebnis beigetragen.
Investitionen in route2020, schwierige wirtschaftliche Bedingungen in Europa und negative Wechselkursschwankungen drückten das Betriebsergebnis, das 403 Millionen Euro beträgt. Der Gewinn wurde mit 32 Millionen Euro negativ beeinflusst infolge Anpassung der Rücklagenpolitik und der Berechnung des Garantiepreises für die Milch der Mitglied-Milchviehhalter. Dies führte zu einer höheren Ausschüttung an die Mitglieder. Der Gewinn 2011 belief sich auf 216 Millionen Euro.
Cees ’t Hart, Chief Executive Officer von Royal FrieslandCampina:
“Die Mitglied-Milchviehhalter erhielten 2011 einen höheren Milchpreis. Für Ingredients war 2011 ein besonders gutes Jahr. Consumer Products International verbuchte ein gutes Ergebnis im Bereich Baby- & Kindernahrung, insbesondere in Asien und Afrika. Dadurch konnte FrieslandCampina trotz eines schwierigen europäischen Marktes doch noch ein relativ gutes Ergebnis erzielen. Die Finanzgrundlage von FrieslandCampina ist solide und bietet eine gute Basis für die Umsetzung der Pläne im Rahmen der Strategie route2020. 2011 wurden rund 376 Millionen Euro investiert, insbesondere in die Kapazitätserweiterung um ein künftiges Wachstum zu ermöglichen. Innerhalb des gesamten Unternehmens wird bei FrieslandCampina hart an dem FrieslandCampina der Zukunft gearbeitet. Im Bereich der Nachhaltigkeit – eines der Fundamente unter route2020 – wurden wichtige Schritte unternommen, sowohl innerhalb des Unternehmens als auch innerhalb der Genossenschaft. FrieslandCampina ist auf Jahresbasis eines der größten exportierenden Unternehmen der Niederlande und ein wichtiger Akteur im niederländischen Agrar- & Ernährungssektor, aber auch außerhalb dieses Sektors etablieren wir uns immer mehr zu einem Akteur auf dem Weltmarkt.”
Kennzahlen In Millionen Euro, sofern nicht anders angegeben. |
2011 |
2010 |
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Ergebnisse |
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Umsatzerlöse |
9.626 |
8.972 |
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Betriebsergebnis |
403 |
434 |
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Jahresüberschuss |
216 |
285 |
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Bilanz |
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Bilanzsumme |
5.739 |
5.299 |
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Summe Eigenkapital |
2.264 |
2.071 |
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Dem Anteilseigner der Gesellschaft und sonstigen Kapitalgebern zuzurechnendes Eigenkapital |
2.148 |
1.961 |
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Nettoschuld |
699 |
776 |
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Summe Eigenkapital in % der Gesamtsumme |
39,4% |
39,1% |
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Cashflow |
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Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit |
508 |
444 |
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Netto-Cashflow aus Investitionenstätigkeiten |
340 |
239 |
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Abschreibungen auf Bauten, Anlagen und immaterielle Vermögenswerte |
176 |
210 |
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Wertschöpfung für Mitglied-Milchviehhalter In Euro pro 100 Kilo (zzgl. MwSt., bei 4,41 Prozent Fett und 3,47 Prozent Eiweiß) |
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Garantiepreis 1, 2 |
36,94 |
32,39 |
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Leistungszuschlag 1 |
1,10 |
1,23 |
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Rücklage Mitgliederobligationen 1 |
0,73 |
0,73 |
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Milchpreis 1 |
38,77 |
34,35 |
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Sonstige Angaben |
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Mitarbeiter (VZÄ-Durchschnitt) |
19.036 |
19.484 |
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Anzahl der Mitglied-Milchviehbetriebe am Jahresende |
14.391 |
14.829 |
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Anzahl der Mitglieder am Jahresende |
19.848 |
20.375 |
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Insgesamt verarbeitete Milch (in Millionen Kg) |
10.140 |
10.266 |
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Milchanlieferung der Mitglieder (in Millionen Kg) |
8.838 |
8.821 |
1. Die Rücklagenpolitik und das Berechnungsverfahren des Garantiepreises wurden 2011 gegenüber dem Berechnungsverfahren früherer Jahre geändert. Die Zahlen des Jahres 2010 wurden nicht geändert.
2. Für 2011 betrifft dies den Saldo des Garantiepreises von 36,88 Euro und eine Verrechnung von 0,06 Euro.
Betriebsergebnis und Gewinn
Das Betriebsergebnis lag 2011 bei 403 Millionen Euro, was einem Rückgang um 7 Prozent gegenüber 2010 (434 Millionen Euro) entspricht. In Prozent vom Umsatz belief sich das Betriebsergebnis auf 4,2 Prozent (2010: 4,8 Prozent). Der Preisanstieg bei Milch und anderen Rohstoffen konnte nahezu vollständig auf die Verkaufspreise aufgeschlagen werden. Investitionen in die Organisation, um route 2020 realisieren zu können, schwierige Wirtschaftsbedingungen in Europa sowie negative Wechselkursauswirkungen drückten das Ergebnis. Dank geringerer Abschreibungen und Effizienzsteigerungen konnte FrieslandCampina den Druck auf die Margen teilweise ausgleichen.
Bei Consumer Products Europe sank das Betriebsergebnis auf 55 Millionen Euro (2010: 126 Millionen Euro) infolge von schwierigen Wirtschaftsbedingungen in Europa und Druck auf das Volumen aufgrund höherer Preise. Im ersten Halbjahr 2011 standen die Margen unter Druck, da infolge von Verträgen der höhere Garantiepreis für Erzeugermilch und die höheren Rohstoffkosten häufig erst mit Verzögerungen aufgeschlagen werden konnten. Im zweiten Halbjahr erholten sich die Margen. In Deutschland blieb die Entwicklung des Ergebnisses das gesamte Jahr über aufgrund des Preiswettbewerbs im Hintertreffen. In Ungarn wurde der Gewinn infolge der Wirtschaftsbedingungen und eines einmalig höheren Steueraufwandes negativ beeinflusst. Es gab einen einmaligen Ertrag von 9 Millionen Euro infolge des Verkaufs eines Joint Ventures in Spanien.
Consumer Products International konnte das Betriebsergebnis mit 353 Millionen Euro halten (2010: 356 Millionen Euro). Insbesondere Baby- und Kindernahrung zeigte eine gute Leistung. Die höheren Preise für Molkereiprodukte konnten nicht überall vollständig weitergegeben werden. Um den Margendruck auszugleichen, wurden unter anderem Kosteneinsparungen vorgenommen. Gleichzeitig wurde gezielt in Werbung und Verkaufsförderung investiert, um die positive Entwicklung von Umsatzerlösen und Volumen weiterhin zu fördern.
Die Business Group Cheese, Butter & Milkpowder erzielte ein negatives Betriebsergebnis von 97 Millionen Euro (2010: -92 Millionen Euro). Insbesondere das Ergebnis dieser Business Group wird durch die anteilige Anrechnung des Leistungszuschlags und der Ausgabe von Mitgliederobligationen von der von den Business Groups erhaltenen Menge Mitgliedermilch negativ beeinflusst. Die Business Group Cheese, Butter & Milkpowder verarbeitet 56 Prozent der Mitgliedermilch. Mit Massengütern wie Folienkäse und Milchpulver wurden die Ergebnisse etwas verbessert. Die Preisentwicklung und der Verkauf von Markenkäse standen jedoch aufgrund des sinkenden Verbrauchervertrauens und der wirtschaftlichen Entwicklungen in einigen Ländern unter Druck.
Die Business Group Ingredients konnte ihr Betriebsergebnis um 48 Prozent auf 189 Millionen Euro verbessern (2010: 128 Millionen Euro). Die maximale Auslastung der Produktion aufgrund des Wachstums, der guten Ergebnisse bei Ingredienzen sowie die höheren Verkaufspreise von Ingredienzen haben zur Verbesserung des Ergebnisses beigetragen.
Das Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen entspricht 2011 mit 13 Millionen Euro dem Niveau von 2010.
Der Saldo der Finanzerträge und -aufwendungen stieg um 3 Millionen Euro, was in Aufwendungen von 72 Millionen Euro resultiert. Die Netto-Zinsaufwendungen betrugen 42 Millionen Euro (2010: 44 Millionen Euro).
Die Steuern betrugen 128 Millionen Euro (2010: 93 Millionen Euro). Der effektive Steueraufwand stieg von 24,4 Prozent auf 37,2 Prozent. Der Anstieg ist insbesondere die Folge eines einmalig höheren Steueraufwandes in Ungarn aufgrund geänderter Gesetzgebung und aufgrund der Abwertung von latenten Steuern in Deutschland und Ungarn aufgrund der voraussichtlich niedrigeren künftigen Ergebnisse in beiden Ländern.
Der Gewinn 2011 belief sich auf 216 Millionen Euro (2010: 285 Millionen Euro). Die wichtigsten Gründe für das Absinken des Gewinns sind die höheren Investitionen in die Organisation im Rahmen der Umsetzung von route2020 sowie eine höhere Steuerlast und negativer Wechselkursauswirkungen. Zudem resultiert die Anpassung der Milchpreissystematik und Rücklagenpolitik in einem geringeren Periodenüberschuss und einer höheren Ausschüttung an die Mitglied-Milchviehhalter
Die betrieblichen Aufwendungen sind im Jahre 2011 um 8 Prozent auf 9.243 Millionen gestiegen (2010: 8.558 Millionen Euro). Die Vergütung der Mitglied-Milchviehhalter, Teil der betrieblichen Aufwendungen, stieg 2011 um 13 Prozent auf 3.456 Millionen Euro (2010: 3.054 Millionen Euro).
Vom Gewinn werden 122 Millionen Euro dem Anteilseigner von Royal FrieslandCampina N.V. zugerechnet, also der Zuivelcoöperatie FrieslandCampina U.A. (2010: 192 Millionen Euro). Dies sind 70 Millionen Euro weniger als 2010, auch aufgrund der geänderten Milchpreissystematik und der Rücklagenpolitik. Der den Inhabern der Mitgliederobligationen zuzuordnende Gewinn stieg infolge eines höheren Zinssatzes um 10 Millionen auf 39 Millionen Euro. Vom Gewinn werden 9 Millionen Euro an Inhaber der ewigen Obligationsanleihe ausgeschüttet (2010 9 Millionen Euro) und 46 Millionen Euro werden Minderheitsanteilen zugeordnet (2010: 55 Millionen Euro).
Milchpreis, Leistungszuschlag und Mitgliederobligationen
Der Milchpreis von FrieslandCampina umfasst ab dem Geschäftsjahr 2011 den Garantiepreis, den Leistungszuschlag sowie die Ausgabe von Mitgliederobligationen pro 100 Kilo Milch. Im Jahr 2011 wurden die Rücklagenpolitik und die Berechnung des Garantiepreises für Milch der Mitglied-Milchviehhalter gegenüber der Berechnung der Jahre 2008 bis 2010 geändert. Dies hat einen negativen Effekt von 32 Millionen Euro auf den Gewinn von Friesland Campina und einen positiven Effekt von 0,48 Euro pro 100 Kilo Milch auf den Milchpreis.
FrieslandCampina zahlt den Mitglied-Milchviehhaltern der Zuivelcoöperatie FrieslandCampina für das Jahr 2011 einen Milchpreis in Höhe von 38,77 zzgl. MwSt. pro 100 Kilo Milch bei 4,41 Prozent Fett und 3,47 Prozent Eiweiß. Gegenüber 2010 entspricht dies einem Anstieg von 13 Prozent (2010: 34,35 pro 100 Kilo Milch).
Der Garantiepreis für 2011 beläuft sich auf 36,94 Euro zzgl. MwSt. pro 100 Kilo Milch. Dies sind 14 Prozent mehr als der Garantiepreis von 2010 (32,39 Euro pro 100 Kilo Milch). Der Garantiepreis wird anhand des gewichteten Durchschnitts der Jahresmilchpreise für Erzeugermilch einiger Referenzunternehmen im In- und Ausland berechnet.
Der Leistungszuschlag für 2011 beläuft sich auf 1,10 Euro zzgl. MwSt. pro 100 Kilo Milch. Dies sind 11 Prozent weniger als der Leistungszuschlag für 2010 (1,23 Euro pro 100 Kilo Milch). Die Höhe des Leistungszuschlags und die Ausgabe von Mitgliederobligationen hängen von der finanziellen Leistung des Unternehmens ab. Vom Gewinn von FrieslandCampina auf Basis des Garantiepreises und nach Abzug der Ausgabe für Mitgliederobligationen, der Vergütung für die ewige Obligationsanleihe und dem auf Minderheitsanteile zuzurechnenden Gewinn, werden 30 Prozent als Leistungszugschlag an die Mitglied-Milchviehhalter ausgezahlt und 20 Prozent in Form von Mitgliederobligationen.
Die Ausgabe von Mitgliederobligationen 2011 belief sich auf 65 Millionen Euro. Pro 100 Kilo Milch entspricht dies 0,73 Euro (2010: 0,73 Euro pro 100 Kilo Milch). Gegenüber 2010 verbesserten sich die Zinsen für Mitgliederobligation infolge des Anstiegs des Euribor und des Zinsaufschlags sowie des Anstiegs der Anzahl an Mitgliederobligationen von 29 Millionen Euro auf 39 Millionen Euro.
Impuls für nachhaltige Milchviehhaltung
2011 wurde ein erneuertes Nachhaltigkeitsprogramm für das Unternehmen und die Genossenschaft als Bestandteil von route2020 ins Leben gerufen. Darüber hinaus haben sich die Mitglied-Milchviehhalter mit einem Programm für nachhaltige Milchviehhaltung einverstanden erklärt. In diesem Zusammenhang wurde eine Förderungsregelung für den Weidegang vereinbart. FrieslandCampina stellt jährlich einen Betrag von bis zu 45 Millionen Euro für die Förderung des Weidegangs von Milchkühen zur Verfügung. FrieslandCampina wird das Sortiment an Molkereiprodukten mit der Garantie Weidemilch aus den Niederlanden weiter ausbauen. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass viele Verbraucher diese Produkte schätzen.
Ausblick
Für 2012 wird aufgrund des zunehmenden Konsums weltweit eine leichte Zunahme der Nachfrage nach Molkereiprodukten erwartet. In Europa wird der Konsum von Molkereiprodukten aufgrund der Zurückhaltung von Verbrauchern bei ihren Ausgaben vermutlich weiterhin unter Druck stehen. Das Milchangebot wird auf dem Weltmarkt leicht steigen. In bestimmten Zeiten des Jahres kann das Angebot die Nachfrage möglicherweise übertreffen, was einen Preisdruck zur Folge haben wird. Kleine Angebots- und Nachfrageschwankungen auf dem Weltmarkt können große Folgen für die Preisentwicklung von Massengütern wie Milchpulver, Basiskäse und Butter haben. Dies beeinflusst zudem das Preisniveau der anderen Produktkategorien. Bei einem Anstieg der Kosten für Erzeugermilch und andere Rohstoffe können die Margen unter Druck geraten, wenn dieser Anstieg der Anschaffungs- oder Herstellungskosten unzureichend oder nicht rechtzeitig in die Verkaufspreise umgerechnet werden kann. Der Zeitpunkt der vertraglichen Festlegung von Preis und Laufzeit kann große Folgen für die erzielten Verkaufspreise und die Margenentwicklung haben.
Für FrieslandCampina steht 2012 im Zeichen der weiteren Umsetzung der Strategie route2020. Ein Wachstum wird angestrebt in den Bereichen: Milchgetränke, Baby- und Kindernahrung, Markenkäse und bei Spezialingredienzen. Investitionen sind beim Ausbau der Produktionskapazität, beim Austausch von Anlagen, bei der Effizienzsteigerung und Innovation geplant. Die Innovationsprogramme sind an die strategischen Wachstumsbereiche geknüpft. Voraussichtlich werden die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung leicht steigen. Die Finanzgrundlage von FrieslandCampina ist solide und bietet eine gute Basis für die Umsetzung der Pläne im Rahmen der Strategie Route2020. FrieslandCampina hat für seine heutige Kreditfazilität einen Spielraum in Höhe von 715 Millionen Euro.
Im Personalbereich wird auf die Folgen der demografischen Entwicklung in den unterschiedlichen Regionen bezüglich der gewünschten Mitarbeiterbesetzung sowie Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern reagiert.
Sowohl die Effizienzsteigerung als auch der Ausbau von Aktivitäten und mögliche Akquisitionen können zu Veränderungen beim Mitarbeiterbestand führen. Erhöhte Aufmerksamkeit für sozialverantwortliches Unternehmertum in der gesamten Produktionskette von Molkereiprodukten wird zu einer nachhaltigen Wertschöpfung für alle Beteiligten beitragen müssen.
Auf eine Aussage über die Ergebniserwartung für 2012 wird verzichtet.
2011 auf einen Blick
2011 ein gutes Jahr
- Rekordjahr für Mitglied-Milchviehhalter mit einem Milchpreis von 38,77 pro 100 Kilo Milch
- Gute Ergebnisse für die Business Groups Ingredients und Consumer Products International
- Starkes Wachstum bei Baby & Kindernahrung insbesondere in Asien, Afrika und im Mittleren Osten
- Wirtschaftliche Bedingungen in Europa führten zu zunehmden Druck auf die Volumen und einem enttäuschenden Ergebnis
- Sicherheit und Sicherheitsbewusstsein wichtige Schwerpunkte bei der Betriebsführung
Umsetzung Strategie route2020 auf Kurs
- Wachstum bei Baby- und Kindernahrung im Business-to-Business- als auch Business-to-Consumer-Bereich
- Investitionen von 130 Millionen Euro in die Kapazitätserweiterung bei Baby- und Kindernahrung 2010-2012
- Langfristiger Investitionsplan sieht im Zusammenhang mit dem Ende der Milchquotierung 2015 erhebliche Investitionen in die Steigerung der Milchverarbeitungskapazität vor
- ‘Global Category Teams’ Milchgetränke, Baby- und Kindernahrung sowie Markenkäse richten sich auf die Beschleunigung des Wachstums und der Innovation
- ‘One face to the customer“ für Key Accounts im Business-to-Business-Bereich eingeführt
- Erneuertes Nachhaltigkeitsprogramm als wichtigen Eckstein der Route2020 für Unternehmen und Genossenschaft festgelegt
- FrieslandCampina fördert den Weidegang von Kühen mit finanziellem Impuls für Milchviehhalter bis zu einem Betrag von 45 Millionen Euro pro Jahr
- Absichtserklärung hinsichtlich Akquisition zweier Molkereiunternehmen stärkt Position von FrieslandCampina in Südosteuropa
- Stärkung der Position in Asien durch eine Mehrheitsbeteiligung an einem der größten philippinischen Molkereiunternehmen Alaska Mild Corporation (AMC)
Gelungene Fusion Basis für künftiges Wachstum
- Integration erfolgreich abgeschlossen
- Synergie schneller umgesetzt und über den Erwartungen
- Effizienzsteigerungen bei der Produktion
- Stärkere Position im Bereich Einkauf führt zu mehr Einsparungen
- Neues Innovationszentrum für 450 F&E-Mitarbeiter im Bau auf dem Campus der Universität Wageningen
- Durch schärferes Profil als Arbeitgeber besser in der Lage, neue Talente anzuwerben
Wichtigste finanzielle Entwicklungen 2011
Steigerung der Umsatzerlöse
- Umsatzerlöse steigen aufgrund höherer Verkaufspreise und Volumenwachstum bei Ingredienzen und Baby- und Kindernahrung in Asien und Afrika um 7,3 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro
- Betriebsergebnis sinkt um 7,1 Prozent auf 403 Millionen Euro aufgrund von Investitionen in route2020, schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen und negativer Wechselkursauswirkungen
- Der Gewinn sinkt um 24 Prozent auf 216 Millionen Euro aufgrund eines niedrigeren Betriebsergebnisse und einmalig höheren Steueraufwandes; bereinigt vor Anpassung der Rücklagenpolitik sinkt der Gewinn um 13 Prozent
- Währungsentwicklungen haben pro Saldo eine negative Auswirkung von 11 Millionen Euro auf den Gewinn und von 105 Millionen auf den Umsatz
Höherer Milchpreis
- Garantiepreis steigt um 14 Prozent auf 36,94 pro 100 Kilo Milch (zzgl. MwSt., bei 4,41 Prozent Fett und 3,47 Prozent Eiweiß)
- Leistungszuschlag (1,10 Euro) und Ausgabe von Mitgliederobligationen (0,73 Euro) sinkt insgesamt um 7 Prozent auf 1,83 Euro pro 100 Kilo
- Milchpreis für Mitglieder der Genossenschaft steigt um 13 Prozent auf 38,77 pro 100 Kilo (zzgl. MwSt., bei 4,41 Prozent Fett und 3,47 Prozent Eiweiß)
Verbesserung des Cash Flows
- Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg um 64 Millionen (14,4 Prozent) auf 508 Millionen Euro, insbesondere aufgrund eines besseren Managements des Betriebskapitals
Rücklagen stärkt Bilanz
- Einstellung ins Eigenkapital von 122 Millionen Euro
- Einstellung in die Rücklage Mitgliederobligationen auf Namen der Mitglied-Milchviehhalter von 65 Millionen Euro (0,73 Euro pro Kilo Milch)
Finanzierung Akquisition
Der Mitgliederrat der Zuivelcoöperatie FrieslandCampina U.A. hat am 13. März 2012 einer langfristigen Finanzierungsfazilität in Höhe von 700 Euro zur Finanzierung der zuvor angekündigten Akquisitionen von Alaska Milk Corporation auf den Philippinen sowie in Imlek und Mlekara Subotica in Serbien zugestimmt.
Press presentation of the annual figures (Nur English), auch in PDF:
Jahresbericht downloaden.