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Deutlich höheres Ergebnis in 2010, um 10 Prozent höherer Umsatz FrieslandCampina

Die meisten Marken bauen Positionen in Märkten aus

Amersfoort, die Niederlande - Royal FrieslandCampina N.V. hat ein gutes Jahr 2010 hinter sich. Gegenüber 2009 sind die Umsatzerlöse um 10 Prozent auf fast EUR 9 Mrd. gestiegen. Der Gewinn nahm um 57 Prozent zu auf EUR 285 Mio.  Die Verkaufsvolumina nahmen zu, und die Verkaufspreise lagen auf einem höheren Niveau. Die Verbesserung der Marktumstände vor allem in Asien und Afrika spielte dabei eine wichtige Rolle. Die Business Groups Ingredients und Consumer Products International trugen in hohem Maße zu dem Anstieg von Umsatz und Ergebnis bei. Bei Cheese & Butter verbesserte sich das Ergebnis. Dank der guten Ergebnisse von FrieslandCampina und des höheren Garantiepreises ist der Milchpreis für die Mitglied-Milchviehhalter, nach dem Rückgang in 2009, im vergangenen Jahr um 25 Prozent gestiegen.

Anstieg Umsatzerlöse und Nettogewinn

  • Umsatzerlöse um 10 Prozent auf EUR 8.972 Mio. gestiegen (2009: 8.160 Mio. Euro) dank besserer Verkäufe von Verbraucherprodukten in Asien und Afrika und Spezialingredienzen sowie durch Preissteigerungen
  • Volumen in Asien und Afrika nimmt zu, in Europa sorgt rückläufiger Konsum von Molkereiprodukten für Druck auf Volumen. Marktanteile der meisten Marken haben sich verbessert oder sind gleich geblieben
  • Betriebsergebnis um 68 Prozent auf EUR 434 Mio. verbessert (2009: EUR 258 Mio.)
  • Solvabilität um 2,4 Prozentpunkte auf 39,1 Prozent verbessert
  • Gewinn um 57 Prozent auf EUR 285 Mio. verbessert
  • Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um EUR 342 Mio. auf EUR 444 Mio. aufgrund von Zunahme des Nettoumlaufvermögens wegen Preissteigerungen bei Rohstoffen und Endprodukten gesunken


Milchpreis steigt aufgrund höheren Garantiepreises und höherer Leistungsprämie

  • Garantiepreis steigt um 22,7 Prozent auf EUR 32,39 pro 100 kg Milch (ohne MwSt., bei 4,41 % Fett- und 3,47 % Eiweißgehalt)
  • Leistungsprämie verdoppelt sich auf gut EUR 1,23 pro 100 kg
  • Milchpreis für Mitglieder der Genossenschaft steigt um 25 Prozent auf EUR 33,62 pro 100 kg Milch (ohne MwSt., bei 4,41 % Fett- und 3,47 % Eiweißgehalt)


Strategie eingehalten
Cees ’t Hart, CEO von Royal FrieslandCampina N.V.: "Wir haben das Jahr 2010 mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Die Marktanteile der meisten Marken haben sich verbessert oder sind gleich geblieben. Das Volumen hat zugenommen. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis sind entsprechend unserer Wachstums- und Wertschöpfungsambition gestiegen. 2010 wurde die Fusion (Ende 2008 von Friesland Foods und Campina) abgeschlossen. Es herrscht ein deutlicher Fokus auf Wachstum, weitere Professionalisierung der Organisation und auf Zusammenarbeit. Die Marktausrichtung und die Effizienz haben zugenommen, was dazu geführt hat, dass FrieslandCampina in der Realisierung der Synergiezielsetzungen ganz vorne liegt."

Verstärkung Marktpositionen
2010 wurde mehr in die Marken investiert. Die Ausgaben für Werbung und Verkaufsförderungen haben gegenüber 2009 um 12 Prozent auf EUR 395 Mio. zugenommen. Dies hat in Asien und Afrika sowohl zu einem Volumenwachstum als auch zu einer Verbesserung der Marktanteile geführt. In Asien verzeichneten Frisian Flag und Friso auffällig gute Ergebnisse. In Europa konnten unter anderem Marken wie Chocomel, Fristi, Landliebe, Campina, Friso, NoyNoy Cheese, Milli Mia und Milner Käse ihre Marktanteile vergrößern.

Anstieg Milchpreis
Der Milchpreis für die Mitglieder der Molkereigenossenschaft Zuivelcoöperatie FrieslandCampina stieg um 25 Prozent auf EUR 33,62 (ohne MwSt.) pro 100 kg (bei 4,41 Prozent Fett- und 3,47 Prozent Eiweißgehalt). Der Garantiepreis für 2010 betrug EUR 32,39, was einer Zunahme um 23 Prozent gegenüber 2009 entspricht. Die Leistungsprämie, die FrieslandCampina auf der Basis des Ergebnisses des Unternehmens an die Mitglied-Milchviehhalter auszahlt, hat sich mehr als verdoppelt auf EUR 1,23 pro 100 kg gelieferte Milch (EUR 0,59 in 2009). Darüber hinaus wurden aus dem Ergebnis EUR 0,73 pro 100 kg Milch in die Rücklage auf Namen eingestellt (2009: EUR 0,35). Dank des höheren Garantiepreises und des höheren Ergebnisses des Unternehmens stieg die Gesamtvergütung für die Mitglied-Milchviehhalter pro Kilogramm gelieferte Milch im Jahr 2010 von EUR 27,34 auf EUR 34,35 (26 Prozent).

Verbesserung der Marktumstände
Die weltweite Nachfrage nach Molkereiprodukten sowohl seitens der Verbraucher als auch seitens der industriellen Abnehmer erholte sich in 2010 gegenüber 2009. Vor allem ab dem zweiten Quartal 2010 nahm die Nachfrage nach Molkereiprodukten wieder zu. Dies war die Folge einer weiteren Erholung der Weltwirtschaft, der niedrigen Lagerbestände bei den diversen Abnehmern und eines rückläufigen Angebots von Milchprodukten auf dem Weltmarkt vor allem durch Dürren. Chinas Nachfrage nach Milchpulver und Ingredienzen nahm sehr stark zu. In Russland waren ein starker Anstieg des Konsums und ein Rückgang der Milchproduktion durch eine Hitzewelle und Waldbrände im Sommer zu verzeichnen. In Deutschland und den Niederlanden war der Konsum recht stabil, doch in Ländern wie Griechenland, Rumänien und Ungarn standen die Volumina stark unter Druck, was eine Folge der negativen wirtschaftlichen Entwicklung war. Der Export von Molkereiprodukten in Länder außerhalb der Europäischen Union wurde in der zweiten Hälfte von 2010 durch den gegenüber anderen Währungen schwächeren Euro gefördert. Hierdurch verbesserte sich die Wettbewerbsposition europäischer Molkereiprodukte gegenüber denen anderer Regionen. Die Preisniveaus der verschiedenen Rohstoffe wie Mager- und Vollmilchpulver, Molkepulver, Butter und Folienkäse lagen fast alle während des gesamten Jahres über dem Preisniveau von 2009. Diese Preisniveaus sind zudem richtungweisend für die Preisentwicklungen anderer Molkereiprodukte.

Höhere Umsatzerlöse und Zunahme des Volumens
Die Umsatzerlöse von FrieslandCampina sind im Jahr 2010 um 10 Prozent auf EUR 8.972 Mio. gestiegen (2009: EUR 8.160 Mio.). Die Umsatzsteigerung lässt sich zur Hälfte - EUR 470 Mio. - höheren Preisen zuschreiben. Die Zunahme des Verkaufsvolumens sorgte für einen Anstieg des Umsatzes von EUR 213 Mio.; der Umsatz wurde mit EUR 173 Mio. positiv durch Wechselkursveränderungen beeinflusst. Der Kurs des US-Dollar und die Kurse einiger, für FrieslandCampina wichtiger asiatischer Währungen gegenüber dem Euro lagen in 2010 durchschnittlich über den Kursen von 2009. Der von der Europäischen Kommission auferlegte Verkauf einiger Aktivitäten im Jahr 2009 (im Zusammenhang mit der Fusion von Friesland Foods und Campina) wirkte sich negativ auf den Umsatz aus.

Bei der Business Group Consumer Products International (Asien, Afrika, Mittlerer Osten, Export) war eine Zunahme der Umsatzerlöse um 20,3  Prozent auf EUR 2.277 Mio. zu verzeichnen (2009: EUR 1.893 Mio.). Die Umsatzsteigerung wurde sowohl durch Volumenzuwachs und Preissteigerungen als auch durch Währungseffekte realisiert. Bei Consumer Products Europe nahmen die Umsatzerlöse um 1,5 Prozent auf EUR 3.269 Mio. zu (2009: EUR 3.222 Mio.). In Russland wurde Wachstum realisiert. In den meisten anderen Märkten war das Volumen niedriger und führten die gestiegenen Verkaufsförderungsmaßnahmen zu einem Preisdruck. Ungeachtet der schwierigen Marktumstände konnten die Marktanteile der meisten Marken zunehmen oder mindestens erhalten bleiben. Cheese & Butter realisierte eine Zunahme der Umsatzerlöse um 7,3 Prozent auf fast EUR 2.355 Mio. (2009: EUR 2.195 Mio.). Die Zunahme ist die Folge höherer Preise sowohl für Käse als auch für Butter sowie des zunehmenden Exports von Käse. Das produzierte und verkaufte Käsevolumen war geringer, unter anderem infolge des Verkaufs des Käsestandorts Bleskensgraaf. Die höheren Preise für Käse und Butter konnten diesen Volumenrückgang kompensieren. Bei Ingredients nahmen die Umsatzerlöse um 37 Prozent auf EUR 2.062 Mio. zu (2009: EUR 1.505 Mio.). Der Anstieg der Verkaufspreise sowohl für Spezialingredienzen für die Nahrungsmittelindustrie als auch für Milchpulver und Kaseinate trug zu dieser Umsatzsteigerung bei.

Anstieg des Betriebsergebnisses
Das Betriebsergebnis belief sich auf EUR 434 Mio., was einem Anstieg um 68 Prozent gegenüber den EUR 258 Mio. in 2009 entspricht. Der höhere Milchpreis für die Mitglied-Milchviehhalter wurde vor allem durch höhere Verkaufspreise kompensiert. Darüber hinaus haben Synergievorteile einen positiven Beitrag zu der Entwicklung des Betriebsergebnisses geleistet. Im Jahr 2010 sind die Kosten für Werbung und Verkaufsförderung um EUR 40 Mio. gestiegen. Die Umstrukturierungskosten nahmen in 2010 um EUR 96 Mio. gegenüber 2009 ab.
 
Besonders positiv war die Verbesserung des Betriebsergebnisses der Business Group Ingredients. Die Business Group konnte ein negatives Betriebsergebnis in 2009 in einen positiven Beitrag in Höhe von EUR 99 Mio. im Jahr 2010 umwandeln (2009: -EUR 20 Mio.). Dies war die Folge besserer Margen für Commodities und Basisprodukte dank höherer Verkaufspreise sowie guter Ergebnisse bei den Spezialingredienzen.
Die Business Group Consumer Products International erzielte eine Verbesserung des Betriebsergebnisses um 23 Prozent auf EUR 356 Mio. (2009: EUR 290 Mio.). Die Business Group konnte vor allem in den ersten Monaten von 2010 die Preissteigerungen der Rohstoffe gut im Markt weiterberechnen. Außerdem profitierte sie von positiven Währungseffekten.

Consumer Products Europe verbuchte eine Abnahme des Betriebsergebnisses um 26 Prozent auf EUR 126 Mio. (2009: EUR 170 Mio.). Die Hauptgründe hierfür waren Volumendruck infolge der stabilen bis rückläufigen Nachfrage nach Molkereiprodukten aufgrund der schlechten konjunkturellen Umstände, zunehmende Ausgaben für Verkaufsförderung und der Anstieg der Rohstoffkosten, der nicht vollständig im Markt weiterberechnet werden konnte.
Die Business Group Cheese & Butter verbesserte ihr Betriebsergebnis um 36 Prozent auf
-EUR 63 Mio. (2009: -EUR 98 Mio.). Gegenüber 2009 hat sich das Ergebnis dank der höheren Verkaufspreise und eines Rückgangs der Produktionskosten bei den operativen Gesellschaften Cheese Specialties und Cheese verbessert. Bei der operativen Gesellschaft Butter standen die Margen unter Druck, weil die relativ schnell steigenden Preise für Milchfett nur unzureichend an den Markt weitergegeben werden konnten. Dies führte zu einem negativen Betriebsergebnis dieser operativen Gesellschaft.

Die Kosten für Roh- und Hilfsstoffe und Handelsgüter stiegen um EUR 690 Mio. (13,6 %) auf EUR 5.779 Mio. Für den Einkauf von Milch von den Mitglied-Milchviehhaltern (EUR 3.054 Mio.) wurden EUR 674 Mio. (28,3 Prozent) mehr ausgegeben (2009: EUR 2.380 Mio.). Dies war die Folge des höheren Milchpreises und der Zunahme des Milchvolumens der Mitglied-Milchviehhalter der Genossenschaft. Das Volumen nahm um 1,6 Prozent auf 8,8 Mrd. kg zu (2009: 8,7 Mrd. kg). Im Berichtsjahr wurden insgesamt (einschließlich Nicht-Mitgliedermilch) 10,3 Mrd. kg Milch verarbeitet, was einer Abnahme von 4,5 Prozent gegenüber 2009 (10,8 Mrd. kg) entspricht.

Der Personalaufwand belief sich unverändert auf EUR 817 Mio. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (VZÄ/FTE) ging um 2,7 Prozent auf 19.484 zurück. Dies war auf den Zusammenschluss von Aktivitäten nach der Fusion sowohl an Büro- als auch an Produktionsstandorten, der zu einem Abbau der Zahl der Arbeitsplätze führte, zurückzuführen. Einem Rückgang der Pensionsaufwendungen in Höhe von EUR 6 Mio. stand ein marginaler Anstieg von Löhnen und Gehältern sowie Sozialabgaben gegenüber.

Die Kosten für Werbung und Verkaufsförderung sind um EUR 43 Mio. auf EUR 395 Mio. gestiegen. Zweck dieser Steigerung war die Verstärkung der Position der Marken und der Ausbau der Marktanteile. Die Kosten für Forschung und Entwicklung nahmen um EUR 6 Mio. auf EUR 61 Mio. zu. Die Energiekosten sanken um EUR 26 Mio.

Der Gewinn vor Steuern nahm von EUR 220 Mio. auf EUR 378 Mio. (72 Prozent) zu. Der Steueraufwand stieg von EUR 38 Mio. auf EUR 93 Mio. aufgrund der Zunahme des Gewinns vor Steuern und der Tatsache, dass im Jahr 2009 ein einmaliger Steuerertrag infolge der Aktivierung von verrechenbaren Verlusten erfasst worden war. Die effektive Steuerlast nahm von 17 Prozent auf 24 Prozent zu. Nach Abzug von Steuern wurde ein Jahresüberschuss von EUR 285 Mio. gegenüber EUR 182 Mio. in 2009 realisiert.

Verbesserung der Finanzlage
Das Konzernkapital belief sich zum Ende des Geschäftsjahres auf EUR 2.071 Mio. gegenüber EUR 1.749 Mio. im Vorjahr. Der Anstieg um EUR 322 Mio. war vor allem die Folge der guten Ergebnisse. Das Eigenkapital des Unternehmens nahm um EUR 309 Mio. auf  EUR 1.961 Mio. zu. In die Rücklagen des Unternehmens wurde ein Betrag von EUR 192 Mio. eingestellt. In die Rücklage auf die Namen der Mitglied-Milchviehhalter wurde ein Betrag von EUR 65 Mio. in der Form von Mitgliederobligationen-fest eingestellt (EUR 0,73 pro 100 kg gegenüber EUR 0,35 in 2009). Die Solvabilität (Konzernkapital als Prozentsatz der Bilanzsumme) betrug per Ende 2010 39,1 Prozent. Gegenüber 2009 (36,7 Prozent) war dies eine Verbesserung um 2,4 Prozentpunkte. Der Effekt der Zunahme des Konzernkapitals auf die Solvabilität wurde teilweise durch den Anstieg der Bilanzsumme, der vor allem mit dem Anstieg des Nettoumlaufvermögens zusammenhängt, zunichte gemacht.

Strategischer Kurs festgelegt
Mit der Formulierung der route2020 wurde der strategische Kurs von FrieslandCampina für die kommenden Jahre bestimmt. Es wurden deutliche Entscheidungen in den Produktgruppen und Märkten mit Wachstumspotenzial getroffen, aber auch mit Bezug auf die Gestaltung einer effizienten und effektiven Organisation, die in der Lage ist, Marktchancen auf Weltebene zu nutzen. Nachhaltiges Unternehmertum spielt in der Strategie eine große Rolle. ’t Hart: "Die zunehmende Nachfrage auf dem Weltmarkt nach gesunden Nahrungsmitteln, die auf nachhaltige Weise produziert werden, bietet große Chancen." FrieslandCampina ist davon überzeugt, dass die konsequente Anwendung der Ausgangspunkte für Corporate Social Responsibility letztendlich einen wichtigen und wesentlichen Beitrag zur der nachhaltigen Wertschöpfung für alle Stakeholder leisten wird. Es geht dabei um die Wertkette für Milch, die Gewährleistung der Nahrungsmittelsicherheit und die Verbesserung der Volksgesundheit - nicht nur mit nährstoffreichen Molkereiprodukten selbst, sondern auch mit diversen Initiativen, deren Ziel es ist, vor allem jungen Menschen die Bedeutung einer gesunden Lebensweise, gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung bewusst zu machen.

Aussichten
Für 2011 wird weltweit mit einer leichten Zunahme der Nachfrage nach Molkereiprodukten gerechnet, vor allem durch den zunehmenden Konsum in den sich entwickelnden Ländern. In Europa wird davon ausgegangen, dass der Konsum von Molkereiprodukten weiterhin unter Druck stehen wird. Auf dem internationalen Markt für Molkereiprodukte können geringfügige Schwankungen von Angebot und Nachfrage große Folgen für die Preisentwicklung von Grunderzeugnissen wie Milchpulver, Basiskäse und Butter haben. Dies beeinflusst auch die Preisniveaus anderer Produktkategorien. Beim Anstieg der Kosten für Erzeugermilch und andere Rohstoffe können die Margen unter Druck geraten, wenn diese Erhöhungen der Herstellungskosten unzureichend oder nicht rechtzeitig über die Verkaufspreise weitergegeben werden können. Der Zeitpunkt der Feststellung von Preis und Laufzeit in Verträgen kann große Folgen für die realisierten Verkaufspreise und die Margenentwicklung haben.
Für FrieslandCampina steht das Jahr 2011 im Zeichen der Umsetzung der Strategie route2020. Wachstum wird bei Milchgetränken, Baby- und Kindernahrung, Markenkäse und im Segment der Spezialingredienzen angestrebt. Investitionen sind für die Erweiterung der Produktionskapazität, den Austausch von Anlagen, Effizienzverbesserungen und Innovation geplant. Die Innovationsprogramme sind an die Schwerpunkte für Wertwachstum und die ausgewählten Bedürfnisplattformen gekoppelt. Es wird damit gerechnet, dass die Ausgaben für Forschung & Entwicklung leicht steigen werden. Die finanzielle Basis von FrieslandCampina ist derart, dass sämtliche Energie auf die Realisierung der Pläne im Rahmen der Strategie route2020 gerichtet werden kann. Auf dem Gebiet von Human Resources wird auf die Folgen der geographischen Entwicklungen in den unterschiedlichen Regionen auf die gewünschte Personalbesetzung sowie auf Schulung und Ausbildung von Mitarbeitern reagiert. Als Folge der in 2009 und 2010 angekündigten Umstrukturierung einiger Produktionsstandorte wird die Zahl der Mitarbeiter in Europa abnehmen. Eine erhöhte Aufmerksamkeit für gesellschaftlich vertretbares Unternehmertum - Corporate Social Responsibility - in der gesamten Produktionskette von Molkereiprodukten soll zu einer nachhaltigen Wertschöpfung für alle Stakeholder beitragen. Zu den Ergebniserwartungen für 2011 werden keine Aussagen gemacht.

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