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Jahreszahlen 2009: Gutes Ergebnis in schwierigem Molkereimarkt

Erfolgreiche Integration nach Fusion

Amersfoort, die Niederlande -

Gutes Ergebnis in schwierigem Molkereimarkt

  • Gute Leistungen mit Marken in Südostasien, Afrika und Europa und mit  industriellen Spezialitäten
  • Volumen in Südostasien und Afrika nimmt zu, Europa steht das Volumen durch den rückläufigen Konsum von Molkereierzeugnissen unter Druck
  • Verbesserung Marktanteile in wichtigen Kategorien
  • Betriebsergebnis vor einmaligen Erträgen und Aufwendungen um 26  Prozent auf 347 Millionen Euro verbessert
  • Einmaligen Erträge und Aufwendungen in Höhe von 89 Millionen  Euro betreffen Umstrukturierungs- und Fusionskosten 
  • Betriebsergebnis um 4 Prozent auf 258 Millionen Euro verbessert, Betriebsergebnis in Prozent vom Umsatz um 0,6 Prozent auf 3,2 Prozent verbessert
  • Jahresüberschuss um 35 Prozent auf 182 Millionen Euro verbessert
  • Umsatzerlöse nehmen durch das niedrige Preisniveau von Produkten wie Milchpulver, Kaseinaten und Basiskäse um 14 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro ab
  • Erheblicher Anstieg des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit von 351 auf 757 Millionen Euro
  • Einstellung von 87 Millionen Euro in die freie Rücklage
  • Einstellung von 31 Millionen Euro (0,35 Euro pro 100 Kilogramm Milch)  in Reservierung auf den Namen der Mitglied-Milchviehhalter



Milchpreis sinkt, Leistungsprämie steigt

  • Garantiepreis sinkt um 26 Prozent auf 26,40 Euro pro 100 Kilogramm Milch  (exkl. MwSt., bei 4,41 % Fett und 3,47 % Eiweiß) wegen niedrigeren Preisen für Molkereiprodukte auf dem Weltmarkt
  • Leistungsprämie steigt um 23 Prozent auf 0,59 Euro pro 100 Kilogramm  
  • Milchpreis sinkt um 26 Prozent auf 26,99 Euro pro 100 Kilogramm (exkl. MwSt., bei 4,41 % Fett und 3,47 % Eiweiß)



Erfolgreiche Integration nach Fusion

  • Im ganzen Unternehmen und der Genossenschaft der Wille und die Begeisterung mit dem Ziel, FrieslandCampina zu einerm Erfolg zu machen
  • Synergie 2009 übertrifft bereits die Erwartungen





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Gutes Ergebnis in schwierigem Molkereimarkt
Die Royal FrieslandCampina N.V. hat 2009 ein gutes Ergebnis erzielt. Vor allem die Markenprodukte in Südostasien, Afrika und Europa und die industriellen Spezialitäten haben hierzu beigetragen. Infolge der Rezession ging die Nachfrage nach Molkereiprodukten jedoch zurück und standen sowohl die Verkaufspreise als auch die abgesetzten Volumen unter Druck. Insbesondere die Verkaufspreise von Produkten wie Milchpulvern, Kaseinaten (Milcheiweiß) und Basiskäse lagen auf einem enttäuschenden Niveau. Der Milchpreis für die Mitglied-Milchviehhalter ist dem Trend am Molkereimarkt entsprechend gegenüber 2008 erheblich zurückgegangen.

Die Umsatzerlöse sanken um 14 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro (2008: 9,5 Milliarden Euro). Das Betriebsergebnis vor einmaligen Erträgen und Aufwendungen hat sich um 26 Prozent (71 Millionen Euro) auf 347 Millionen Euro verbessert. Das Betriebsergebnis ist um 4 Prozent (10 Millionen Euro) auf 258 Millionen Euro gestiegen. Der Jahresüberschuss stieg um 35 Prozent auf 182 Millionen Euro (2008: 135 Millionen Euro). Der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist um 406 Millionen Euro auf 757 Millionen Euro (351 Millionen Euro 2008) gestiegen. Die Mitglied-Milchviehhalter der Zuivelcoöperatie FrieslandCampina empfangen vom Jahresüberschuss 2009 eine Leistungsprämie in Höhe von 0,59 Euro pro 100 Kilogramm Milch und eine Reservierung auf ihren Namen in Höhe von 0,35 Euro pro 100 Kilogramm Milch. Der Milchpreis (Garantiepreis von 26,40 Euro plus 0,59 Euro Leistungsprämie) beträgt 26,99 Euro (exklusive MwSt.) pro 100 Kilogramm Milch (2008: Milchpreis 36,37 Euro, Garantiepreis 35,89 Euro, Leistungsprämie 0,48 Euro).

Sehr erfolgreiche Integration nach Fusion
Cees `t Hart, Chief Execute Officer, ist zufrieden mit der Entwicklung, die FrieslandCampina 2009 gemacht hat. „Trotz dieser schwierigen Marktverhältnisse konnten wir das Ergebnis des Unternehmens gegenüber 2008 verbessern. Wichtig ist, dass wir unseren Cash-Flow erheblich verbessert haben. Auch ist es uns gelungen, unsere Marktanteile in einer Reihe von Märkten zu verbessern und unseren Kundenbestand weiter auszudehnen. Das ist die Basis für das weitere Wachstum unseres Unternehmens. Die schlechten Verkaufspreise von Produkten wie Milchpulver, Kasein und Basiskäse haben das Ergebnis jedoch unter Druck gesetzt. Wir stehen vor der Herausforderung. in Zukunft weniger abhängig von diesen Produktkategorien zu werden. Für die Mitglied-Milchviehhalter der FrieslandCampina war 2009 ein weniger gutes Jahr. Der schlechte Molkereimarkt hat zu einem erheblichen Rückgang des Milchpreises und somit des Einkommens unserer Mitglied-Milchviehalter geführt.

Am 2. Januar 2009 hat die Zusammenarbeit nach der Fusion zwischen Friesland Foods und Campina tatsächlich begonnen. Cees`t Hart: „Wir spüren im gesamten Unternehmen und in der Genossenschaft die begeisterte Entschlossenheit, FrieslandCampina zu einem Erfolg zu machen. Von Anfang an wird ausgezeichnet zusammengearbeitet. Durch diese gute Zusammenarbeit und das Vertrauen auf die Möglichkeiten, die die Fusion bietet, ist es uns gelungen, die vielen Integrationsprojekte tatkräftig und zielstrebig anzupacken. Und das mit Erfolg: die erzielten Fusionsvorteile haben schon im Jahre 2009 die Erwartungen übertroffen.“

Schwierige Marktlage
Im Jahre 2009 nahm infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise sowohl aufseiten der Verbraucher als auch aufseiten der industriellen Abnehmer die weltweite Nachfrage nach Molkereiprodukten weiter ab. Allerdings gab es Unterschiede zwischen Kontinenten und Produktkategorien. In Europa war ein Rückgang des Konsums und Gebrauchs von Molkereiprodukten festzustellen, während in Asien ein niedrigerer Wachstumsprozentsatz verzeichnet wurde. Der starke Euro und der schwache Dollar führten dazu, dass der Export von Molkereiprodukten in Gebiete außerhalb der Europäischen Union (EU) durch die im Vergleich zu den Verkaufspreisniveaus in anderen Regionen relativ hohen Verkaufspreise schwierig war. Hierdurch blieb relativ viel Milch auf dem europäischen Markt verfügbar und standen die Verkaufspreise von Milchpulver, Kaseinaten und Basiskäse im ersten Halbjahr 2009 unter schwerem Druck.

Scharfer Rückgang des Milchpreises
Der Milchpreis für 2009 stellte sich auf 26,99 Euro (exklusive MwSt.) pro 100 Kilogramm Milch (bei 4,41 Prozent Fett- und 3,47 Prozent Eiweißgehalt) (2008: 36,37 Euro). Gegenüber 2008 entspricht dies einem Rückgang um 26 Prozent. Der Garantiepreis für 2009 beträgt 26,40 Euro (2008: 35,89 Euro). Der Garantiepreis basiert auf dem Niveau der bezahlten Milchpreise einschließlich Nachzahlungen in Westeuropa und wird unter Zugrundelegung des Milchpreises von zwölf deutschen Molkereiunternehmen, des Milchpreises von Arla Foods in Dänemark, der Milchpreise von Bel Leerdammer, Cono Kaasmakers und DOC Kaas in den Niederlanden und des Milchpreises von Milcobel in Belgien berechnet. Für die Berechnung des Garantiepreises werden diese Milchpreise auf der Basis der Milchmenge, die in dem betreffenden Land insgesamt verarbeitet wird, gewichtet. Die Milchpreise sind infolge der niedrigeren Verkaufspreise von Molkereiprodukten zurückgegangen. Die Leistungsprämie, die FrieslandCampina auszahlt, beträgt 0,59 Euro pro 100 Kilogramm Milch (2008: 0,48 Euro). Die Leistungsprämie hat im Vergleich zu 2008 um 23 Prozent zugenommen. Die Höhe der Leistungsprämie hängt von der finanziellen Performance von FrieslandCampina ab. Diese hat sich im Jahre 2009 verbessert.

Niedrigere Umsatzerlöse
Die Nettoumsatzerlöse beliefen sich auf 8,160 Milliarden Euro. Dies entspricht gegenüber 2008 (9,454 Milliarden Euro) einem Rückgang um 1,294 Milliarden Euro (14 Prozent). Das Gesamtvolumen der verarbeiteten Milch ist leicht(6 Prozent) zurückgegangen. Bei der Business Group Consumer Products International (Asien, Afrika, Mittlerer Osten, Export) war eine Zunahme der Umsatzerlöse um 2 Prozent auf 1,889 Milliarden Euro (2008: 1,858 Milliarden Euro) zu verzeichnen. Diese Steigerung der Umsatzerlöse wurde vorwiegend durch Volumenwachstum erzielt. Die Business Group konnte zudem ihre Marktanteile verbessern. Bei den übrigen Business Groups gingen die Umsatzerlöse zurück. Die Umsatzerlöse der Business Group Consumer Products Europe sind um 14 Prozent auf 2,852 Milliarden Euro (2008: 3,334 Milliarden Euro) gesunken, was den niedrigeren Verkaufspreisen und dem geringeren Volumen infolge der rückläufigen Nachfrage zuzuschreiben war. Der Verkauf von Friesland Foods Fresh in Nijkerk hatte einen negativen Effekt auf den Umsatz in Höhe von ca. 175 Millionen Euro.

In einigen Produktgruppen konnte diese Business Group allerdings ihre Marktanteile verbessern. Die Business Group Cheese & Butter wurde mit einem Umsatzrückgang um 18 Prozent auf 2, 099 Milliarden Euro (2008: 2,549 Milliarden Euro) konfrontiert, der auf die niedrigeren Verkaufspreise, die Abnahme des Umsatzvolumens insbesondere von Käse infolge des rückläufigen Konsums und die geringeren Ankäufe durch eine Anzahl von Großabnehmern als Folge der Fusion zurückzuführen ist. Bei der Business Group Ingredients betrug der Rückgang 16 Prozent auf 1,149 Milliarden Euro (2008: 1,372 Milliarden Euro). Diese Verringerung wurde hauptsächlich durch den beträchtlichen Rückgang der Verkaufspreise von Basisprodukten wie Milchpulver und Kaseinaten verursacht. Das Volumen hat bei dieser Business Group durch die größere Produktion von Magermilchpulver infolge des rückläufigen Milchbedarfs in anderen Business Groups zugenommen.

Verbesserung des Betriebsergebnisses
Das Betriebsergebnis vor einmaligen Erträgen und Aufwendungen verbesserte sich um 26 Prozent (71 Millionen Euro) auf 347 Millionen Euro. Die einmaligen Erträge und Aufwendungen betragen per saldo 89 Millionen Euro und betreffen Rückstellungen für die im Dezember 2009 angekündigte Neustrukturierung der Produktion in den Niederlanden, Deutschland und Belgien und für Fusionskosten. Das Betriebsergebnis von FrieslandCampina im Jahre 2009 stellte sich auf 258 Millionen Euro (2008: 248 Millionen Euro), was einer Verbesserung um 10 Millionen Euro (4 Prozent) entspricht.
Die Business Group Consumer Products International konnte ihr Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr erheblich verbessern, nämlich um 159 Millionen Euro auf 290 Millionen Euro. Die wichtigsten Gründe hierfür sind das Volumenwachstum, die niedrigeren Kosten von Milch und Rohstoffen sowie die Kostenkontrolle.
Auch die Business Group Consumer Products Europe wartete mit guten Leistungen auf und verbesserte ihr Betriebsergebnis vor einmaligen Erträgen und Aufwendungen um 18 Millionen Euro. Die einmaligen Erträge und Aufwendungen betreffen eine Rückstellung in Höhe von 51 Millionen Euro für die angekündigten Betriebsschließungen in den Niederlanden und Deutschland in den Jahren 2010 und 2011. Hierdurch beträgt das Betriebsergebnis 170 Millionen Euro (2008: 204 Millionen Euro), was eine Abnahme um 34 Millionen Euro bedeutet.
Die Business Group Cheese & Butter konnte das Betriebsergebnis vor einmaligen Erträgen und Aufwendungen um 6 Millionen Euro verbessern, was hauptsächlich der Kostenkontrolle und den guten Resultaten mit Markenkäsen zuzuschreiben war. Die einmaligen Erträge und Aufwendungen betreffen eine Rückstellung in Höhe von 26 Millionen Euro für die angekündigten Betriebsschließungen in den Niederlanden und Belgien in den Jahren 2010 und 2011. Das Betriebsergebnis sank um 21 Millionen Euro auf -98 Millionen Euro (2008: -77 Millionen Euro).
Die Business Group Ingredients erzielte ein Betriebsergebnis von -20 Millionen Euro (2008: 71 Millionen Euro): ein Rückgang um 91 Millionen Euro, der vor allem den gesunkenen Verkaufspreisen von Milchpulver – das in viel größeren Mengen produziert werden musste – und Kaseinaten zuzuschreiben ist. Bei der Business Group Ingredients waren die Ergebnisse der Spezialitäten angesichts der schwierigen Marktverhältnisse gut.

Die betrieblichen Aufwendungen sind im Jahre 2009 um 14 Prozent auf 7,929 Milliarden Euro gesunken (2008: 9,233 Milliarden Euro). Die Kosten von Roh- und Hilfsstoffen und Handelswaren beliefen sich im Jahre 2009 auf 5,089 Milliarden Euro (2008: 6,422 Milliarden Euro). Dieser Rückgang wurde vor allem durch den den niedrigeren Preis für die Mitgliedermilch und durch weniger – und billigeren - Zukauf von Milch verursacht. Im Jahre 2009 wurden ca. 10,8 Milliarden Kilogramm Milch verarbeitet, wovon 8,7 Milliarden Kilogramm von den Mitglied-Milchviehhaltern aus den Niederlanden, Deutschland und Belgien stammten.

Im Jahre 2008 hatte die Gesamtmenge 11,4 Milliarden Kilogramm bei einem Anteil der Mitglied-Milchviehhalter von 8,6 Milliarden Kilogramm betragen. Insgesamt wurden 2,380 Milliarden Euro Milchgeld an die Mitglied-Milchviehhalter ausgezahlt. Dies ist 769 Millionen Euro (24 Prozent) weniger als im Vorjahr. Die sonstigen Kosten von Roh- und Hilfsstoffen und von Handelswaren nahmen von 3,273 Milliarden Euro im Jahre 2008 auf 2,709 Milliarden Euro im Berichtsjahr ab, was einem Rückgang um 564 Millionen Euro (17 Prozent) entspricht.
Der Personalaufwand betrug im Berichtsjahr 817 Millionen Euro. 2008 waren es 796 Millionen Euro. Die Zunahme ist auf höhere Pensionsaufwendungen zurückzuführen. Die Mitarbeiterzahl im Jahre 2009 betrug 20.034 (2008: 20.568). Die Abnahme um 534 Personen ist hauptsächlich die Folge der Fusison und des Verkaufs von Friesland Foods Fresh in Nijkerk.

Die Aufwendungen für Werbung und Verkaufsförderung stiegen um 4 Prozent auf 352 Millionen Euro, was zur Verbesserung der Marktanteile beigetragen hat. Die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung betrugen 55 Millionen Euro, was einer Zunahme um 8 Prozent gegenüber 2008 (51 Millionen Euro) entspricht. Der Posten fremdbezogene Leistungen und Zeitarbeitskräfte hat um 11 Prozent auf 245 Millionen Euro abgenommen.

Das Ergebnis aus Joint Ventures und assoziierten Unternehmen hat sich um 15 Millionen Euro von 6 Millionen Euro im Jahre 2008 auf 21 Millionen Euro im Berichtsjahr verbessert. Die Finanzerträge und -aufwendungen sind um 45 Millionen Euro auf 59 Millionen Euro gesunken (2008: 104 Millionen Euro). Dies ist die Folge niedrigerer Kosten der Put-Option auf DMV-Fonterra Excipients und niedrigerer Zinsaufwendungen infolge des geringeren Finanzierungsbedarfs. Die Steuerlast betrug 38 Millionen Euro (2008: 15 Millionen Euro). Diese Zunahme wurde hauptsächlich durch den gestiegenen Gewinn in einer Reihe von Ländern verursacht.

Gewinnanstieg
Der Jahresüberschuss 2009 beträgt 182 Millionen Euro, was eine Verbesserung um 47 Millionen Euro (35 Prozent) gegenüber 2008 (135 Millionen Euro) bedeutet. Die Hauptgründe für den Gewinnanstieg sind die guten Ergebnisse mit Markenprodukten insbesondere in Südostasien, Afrika und Europa, die Zunahme des Ergebnisses aus nicht-konsolidierten Beteiligungen und der niedrigere Saldo der Finanzerträge und -aufwendungen. Die Steuerlast hat dagegen zugenommen.

Vom Jahresüberschuss werden 40 Millionen Euro den Zinsen auf Mitgliederobligationen, 9 Millionen Euro den Ausstellern der ewigen Anleihe, 46 Millionen Euro Minderheitsbeteiligungen und 87 Millionen Euro dem Aktionär, der Zuivelcoöperatie FrieslandCampina U.A., durch Einstellung in die Rücklage zugerechnet.

Verbesserung des Cashflows
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg um 406 Millionen Euro auf 757 Millionen Euro (2008: 351 Millionen Euro). Neben der Zunahme des Ergebnisses vor Steuern ist dies hauptsächlich die Folge der niedrigeren Preise von Basisprodukten und der Verbesserung des Nettoumlaufvermögens durch den Vorratsabbau. Die Investitionen in Grundstücke, Bauten, Anlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 231 Millionen Euro (2008: 240 Millionen Euro).

Reservierung
Der Rücklage der Gesellschaft wurden 87 Millionen Euro zugeführt. 31 Millionen Euro werden auf den Namen der Mitglied-Milchviehhalter in Form von Mitgliederobligationen-fest (0,35 Euro pro 100 Kilogramm Milch) (2008: 0,29 Euro) reserviert.

Finanzierung
FrieslandCampina macht Gebrauch von Anleihen bei mehreren Gruppen von Kapitalgebern (Mitglied-Milchviehhaltern, Banken und Investoren). Dies kommt der Flexibilität des Unternehmens zugute. Der größte Teil der Fremdfinanzierung ist bei Finanzinstituten innerhalb und außerhalb der Niederlande untergebracht. Den Hauptbestandteil der Bankarlehen bildet eine so genannte gebundene Kreditfazilität in Höhe von 1 Milliarde Euro. FrieslandCampina hat hierüber nach der Fusion mit Finanzinstituten erneut verhandelt und im August 2009 eine Einigung über eine dreijährige Kreditfazilität erzielt. Mit dieser neuen Kreditfazilität wurden die bestehenden Fazilitäten von Friesland Foods und Campina umfinanziert.
Im Dezember 2009 wurde mit einer Reihe internationaler Investoren eine Grundsatzvereinbarung über langfristige Finanzierungen mit 7-jähriger (56 Millionen Euro) und 10-jähriger Laufzeit (76 Millionen Euro) erzielt. 
 
Mitglied-Milchviehhalter und Betriebsaufgeber der ehemaligen Zuivelcoöperatie Campina haben im Jahre 2009 für 36 Millionen Euro an nachrangigen Obligationen Campina in Mitgliederobligationen-frei der Royal FrieslandCampina N.V. (ewige nachrangige Obligationen mit variabler Verzinsung auf 6-Monats-Euribor-Basis mit 2,5 Prozent Aufschlag) umgetauscht. Sie empfangen seit dem Moment der Fusion die Zinsvergütung auf die Mitgliederobligationen-frei. Außerdem haben sie die Möglichkeit, die Mitgliederobligationen-frei auf dem internen Markt anzubieten. Die nicht umgetauschten Obligationen Campina lauten weiterhin auf den Namen ihrer Inhaber und gehören zum nachrangigen Fremdkapital der Zuivelcoöperatie FrieslandCampina U.A.

Verstärkung der Finanzposition
Das Eigenkapital des Konzerns betrug Ende 2009 1,7 Milliarden Euro (2008: 1,5 Milliarden Euro). Das Eigenkapital hat durch die Reservierung von 87 Millionen Euro vom Gewinn 2009 zugenommen. Im Jahre 2009 wurden 31 Millionen Euro auf den Namen der Mitglied-Milchviehalter in Form von Mitgliederobligationen-fest reserviert. Daneben wurde das Eigenkapital durch die einmalige Umsetzung eines Darlehens der Zuivelcoöperatie FrieslandCampina U.A. in Höhe von 110 Millionen Euro in Eigenkapital der Royal FrieslandCampina als zusätzliche Einzahlung auf bereits ausgegebene Aktien aufgestockt.

FrieslandCampina erwartet, ihren Finanzierungsbedarf im Jahre 2010 reichlich decken zu können.

Die Eigenkapitalquote (Konzernkapital in Prozent der Bilanzsumme) beträgt 36,7 Prozent. Gegenüber dem 31. Dezember 2008 (30,0 Prozent) bedeutet dies eine Verbesserung um 6,7 Prozentpunkte, die einerseits der Aufstockung des Eigenkapitals und andererseits der niedrigeren Bilanzsumme (hauptsächlich infolge des niedrigeren Nettoumlaufvermögens) zuzuschreiben ist.

Die Nettoverschuldung ist im Jahre 2009 auf 842 Millionen Euro zurückgegangen. Gegenüber dem 31. Dezember 2008 (1,494 Milliarden Euro) ist dies ein Rückgang um 652 Millionen Euro.

Die Abnahme der Nettoverschuldung ist vor allem dem geringeren Finanzierungsbedarf durch das niedrigere Nettoumlaufvermögen und der teilweisen Tilgung der Schuld gegenüber der Zuivelcoöperatie FrieslandCampina U.A. zuzuschreiben. Den in Finanzkennzahlen ausgedrückten Normen von Kapitalgebern wird reichlich genügt.

Wertschöpfung für Mitglied-Milchviehhalter
Die Wertschöpfung für die Mitglied-Milchviehhalter von FrieslandCampina besteht aus dem Milchpreis (Garantiepreis plus Leistungsprämie), der Reservierung auf Namen und der Kapitalvergütung für Mitgliederobligationen-fest und -frei.
FrieslandCampina hat für das Jahr 2009 einen Garantiepreis von 26,40 Euro exklusive MwSt. pro 100 Kilogramm Milch bei 4,41 Prozent Fett und 3,47 Prozent Eiweiß ausgezahlt. Die Leistungsprämie beträgt 0,59 Euro pro 100 Kilogramm Milch. Damit beträgt der Milchpreis 26,99 Euro pro 100 Kilogramm Milch. Die Reservierung auf den Namen von Mitglied-Milchviehhaltern beträgt 31 Millionen Euro, was 0,35 Euro pro 100 Kilogramm Milch entspricht. Damit stellt sich die Wertschöpfung für Mitglied-Milchviehhalter auf 27,34 Euro pro 100 Kilogramm Milch (2008: 36,66 Euro). Die Kapitalvergütung für Mitgliederobligationen beträgt insgesamt 40 Millionen Euro.

Ausblick
Nach den Spitzenpreisen von Molkereiprodukten im Jahre 2007 und dem Preiseinbruch im Jahre 2009 sind auch für 2010 und die Jahre danach Schwankungen der Verkaufspreise von Molkereiprodukten und damit der Milchpreise für Milchviehhalter zu erwarten. Für 2010 rechnen wir weltweit mit einer leichten Zunahme der Nachfrage nach Molkereiprodukten infolge der leichten Verbesserung der Wirtschaftslage. Kleine Angebots- und Nachfrageschwankungen auf dem Weltmarkt in Bezug auf insbesondere Milchpulver, Basiskäse und Butter haben große Folgen für das Ertragsniveau aller Produktkategorien. Die Entwicklungen auf kurze und mittlere Sicht lassen sich daher sehr schwer einschätzen. Auf eine Aussage über die Ergebniserwartung für 2010 wird verzichtet.