Zurück zur Übersicht
31. August 2009
Erstes Halbjahr 2009: passables Ergebnis in schwierigem Molkereimarkt
Gute Entwicklung der Marken, Standardprodukte rückläufig

Amersfoort, Niederlande -
Die ersten sechs Monate des Jahres 2009 kennzeichneten sich durch weltweit schwierige Wirtschaftsverhältnisse. Infolgedessen standen sowohl die Verkaufspreise als auch die abgesetzten Volumen von Molkereierzeugnissen unter Druck. Dies hat in einem Rückgang der Umsatzerlöse der Royal FrieslandCampina N.V. um 15 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro resultiert. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ist um 8 Prozent auf 110 Millionen Euro gesunken. Der Periodenüberschuss ist im ersten Halbjahr durch die Verbesserung der Finanzerträge und –aufwendungen und des Beteiligungsergebnisses um 30 Prozent auf 78 Millionen Euro gestiegen. Sowohl die Markenprodukte als auch die industriellen Spezialitäten zeigten gute Ergebnisse. Durch die enttäuschenden Verkaufspreise, insbesondere der Standardprodukte wie Milchpulver, Kaseinate (Milcheiweiß) und Käse stehen die Milchpreise für Milchviehhalter unter schwerem Druck. Unter anderem deswegen hat FrieslandCampina ihren Mitgliedern/Milch¬viehhaltern für das erste Halbjahr 2009 einen Garantiepreis von 26,04 Euro exklusive MwSt. pro 100 Kilogramm Milch gezahlt, was einem Rückgang um 32 Prozent entspricht.
Hauptpunkte im ersten Halbjahr 2009
- Wirtschaftskrise führt zu Nachfrageschwund nach Standardmolkereiprodukten und Rückgang der Verkaufspreise
- Umsatzerlöse sinken infolge verringerter Nachfrage nach Verbraucherprodukten und Ingredienzen und niedrigerer Verkaufspreise um 15 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro; Währungsentwicklungen haben per saldo einen negativen Effekt in Höhe von 19 Millionen Euro
- Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit geht um 8 Prozent auf 110 Millionen Euro zurück; Ergebnis negativ beeinflusst durch niedrigere Vorratsbewertung
- Gute Ergebnisse bei den Business Groups Consumer Products International und Consumer Products Europe
- Ergebnisse der Business Groups Cheese & Butter und Ingredients negativ beeinflusst durch niedrige Verkaufspreise von Standardprodukten wie Milchpulvern, Kaseinaten und Käse
- Periodenüberschuss steigt durch Verbesserung der Finanzerträge und –aufwendungen und des Ergebnisses aus Beteiligungen um 30 Prozent auf 78 Millionen Euro
- Zunahme des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit durch Kostenkontrolle und Verbesserung des Nettoumlaufvermögens infolge vorwiegend niedrigerer Preise und positiver Effekte der strukturierten Verwaltung des Nettoumlaufvermögens
- Eigenkapitalquote im Vergleich zu Ende 2008 durch einerseits Aufstockung des Eigenkapitals und andererseits niedrigere Bilanzsumme von 30,0 auf 35,1 Prozent verbessert
- Garantiepreis für Mitglieder/Milchviehhalter sinkt um 32 Prozent auf 26,04 Euro exklusive MwSt. pro 100 Kilogramm Milch
- Pro-forma-Leistungszuschlag für das erste Halbjahr 2009 stellt sich auf 0,34 Euro exklusive MwSt. pro 100 Kilogramm Milch
- Fusion: Geografische Streuung und breites Produktportfolio sorgen für bessere Bilanz und größere Stabilität
- Fusion: Integration nach Fusion verläuft plangemäß; erste Fusionssynergien durch Einkaufsvorteile und niedrigere Personal- und Gemeinkosten früher als vorgesehen realisiert
Ermutigendes erstes Halbjahr
Cees ’t Hart, Chief Executive Officer von Royal FrieslandCampina, bezeichnet die ersten Halbjahresergebnisse der betrieblichen Tätigkeit des erst kürzlich fusionierten Unternehmens als „angesichts der schwierigen Verhältnisse auf dem Molkereimarkt ermutigend”. Gleichzeitig signalisiert er jedoch ein „besorgniserregend niedriges Niveau des Milchgeldes, das unsere Mitglieder/Milchviehhalter empfangen”.
’t Hart: „In den Halbjahresergebnissen sehen wir eine deutliche Zweiteilung zwischen Markenprodukten für Verbraucher und industriellen Spezialitäten einerseits und Standardprodukten andererseits. Sowohl mit unseren Markenprodukten als auch mit unseren industriellen Spezialitäten haben wir ein in Anbetracht der Verhältnisse gutes Ergebnis erzielt. Vor allem die Entwicklung unserer Markenprodukte in Südostasien und Afrika ist positiv. In Europa konnten wir unsere Marktposition verbessern. Durch die verringerte Nachfrage liegen die Verkaufspreise von Standardprodukten wie Milchpulvern, Kaseinaten und Käse auf einem besonders niedrigen Niveau. Die Preisniveaus haben nicht nur großen Einfluss auf unser Ergebnis, sondern sie bestimmen auch zu einem wesentlichen Teil das Niveau des Milchgeldes, das unsere Milchviehhalter empfangen.”
Marktlage
Im ersten Halbjahr 2009 nahm infolge der Wirtschaftskrise die weltweite Nachfrage sowohl der Verbraucher, als auch der industriellen Abnehmer weiter ab. Allerdings bestehen Unterschiede zwischen Regionen und Produktkategorien. In Europa ist ein Rückgang des Konsums und Gebrauchs von Molkereiprodukten festzustellen, während in Asien das Wachstum stagniert. Der starke Euro und der schwache Dollar führten dazu, dass der Export von Molkereiprodukten in Gebiete außerhalb der Europäischen Union (EU) durch die im Vergleich zu den Preisniveaus in anderen Regionen relativ hohen Preise schwierig war. Die Verkaufspreise von Milchpulver, Kaseinaten und Käse standen im ersten Halbjahr 2009 unter schwerem Druck. In der Folge wirkte sich dies allmählich auch auf die Preisentwicklung anderer Produktkategorien aus. Zwischen den Supermärkten in Europa herrscht zunehmende Preiskonkurrenz, was die Verkaufspreise von Molkereiprodukten des Supermarktsegments zunehmend unter Druck setzt.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2009 betragen 4,1 Milliarden Euro, was einem Rückgang um 714 Millionen Euro (15 Prozent) gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 (4,8 Milliarden Euro) entspricht. Bei der Business Group Consumer Products International (Asien, Afrika, Mittlerer Osten, Export) wurde eine Zunahme der Umsatzerlöse um 4 Prozent auf 951 Millionen Euro verzeichnet. Diese Umsatzsteigerung wurde vorwiegend durch Volumenwachstum erzielt. Bei den übrigen Business Groups gingen die Umsatzerlöse zurück. Bei Consumer Products Europe sanken die Umsatzerlöse um 18 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, was den niedrigeren Verkaufspreisen und dem geringeren Volumen infolge der rückläufigen Nachfrage zuzuschreiben war. Der Marktanteil konnte jedoch erhöht werden. Bei Cheese & Butter sanken die Umsatzerlöse sowohl durch niedrigere Verkaufspreise als auch durch einen Rückgang des Absatzvolumens von insbesondere Käse um 20 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro. Bei Ingredients verringerten sich die Umsatzerlöse um 16 Prozent auf 593 Millionen Euro. Diese Verringerung wurde hauptsächlich durch den scharfen Rückgang der Verkaufspreise von Standardprodukten wie Milchpulver und Kaseinaten verursacht. Hier hat das Volumen durch die größere Produktion von Magermilchpulver wegen des verringerten Milchbedarfs in anderen Business Groups und der größeren Milchanlieferung durch die Mitglieder/Milchvieh¬halter zugenommen.
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit und Periodenüberschuss
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit von FrieslandCampina ist im ersten Halbjahr 2009 um 8 Prozent auf 110 Millionen Euro zurückgegangen (erstes Halbjahr 2008: 119 Millionen Euro). Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit in Prozent der Umsatzerlöse beträgt 2,7 Prozent (erstes Halbjahr 2008: 2,5 Prozent).
Besonders positiv ist der Ergebnisbeitrag von Consumer Products International. Diese Business Group realisierte eine Verbesserung des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit um 97 Millionen Euro auf 135 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2008: 38 Millionen Euro). Auch Consumer Products Europe zeigte eine ausgezeichnete Leistung mit einer Ergebnissteigerung auf 109 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2008: 72 Millionen Euro) durch Kostenkontrolle und –reduktion sowie Realisierung von Synergieeffekten. Die Abnahme des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit ist vor allem die Folge des Ergebnisrückgangs bei Ingredients. Hier sank das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit auf - 45 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2008: 80 Millionen Euro). Bei Cheese & Butter verschlechterte sich das Ergebnis auf - 55 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2008: - 25 Millionen Euro). Bei beiden Business Groups wurde die Ergebnisverschlechterung hauptsächlich durch die stark gesunkenen Verkaufspreise von Produkten wie Milchpulver, Kaseinaten und Käse und durch eine niedrigere Vorratsbewertung infolge niedrigerer Rohstoff-, Milch- und Verkaufspreise verursacht.
Die realisierten Buchergebnisse aus dem Verkauf der Nijkerk Dairy B.V., der Eisaktivitäten in Rumänien und der Ingredienzen-Aktivitäten in Argentinien haben keine wesentliche Auswirkung auf das Ergebnis.
Die betrieblichen Aufwendungen sind im ersten Halbjahr 2009 um 15 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro gesunken. Insgesamt wurden 1.182 Millionen Euro an Milchgeld ausgezahlt. Dies ist 30 Prozent weniger als im gleichen Vorjahrszeitraum. Die einmaligen Aufwendungen betreffen unter anderem Reorganisationskosten in Höhe von 8 Millionen Euro, in denen neben den mit der Fusion zusammenhängenden Reorganisationskosten auch die Aufwendungen im Zusammenhang mit der angekündigten Schließung der Standorte in Oud Gastel und Oldenzaal im Jahre 2010 enthalten sind.
Entgegen der früher geäußerten Erwartung, dass die ersten Fusionssynergien per saldo im Jahre 2010 realisiert würden, wurden durch die Beschleunigung von Maßnahmen schon im ersten Halbjahr nach der Fusion die ersten Kosteneinsparungen erzielt, unter anderem durch niedrigere Einkaufs-, Personal- und Gemeinkosten. Infolge der Fusion wurden in den Niederlanden 150 Stellen gestrichen.
Die Finanzerträge und –aufwendungen sowie die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen haben sich um 31 Millionen Euro von - 50 Millionen auf - 19 Millionen Euro verbessert. Die Abnahme der Finanzaufwendungen ist zu einem großen Teil auf niedrigere Dividendenzahlungen durch DMV Fonterra Excipients zurückzuführen. Auch die Verbesserung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit (insbesondere durch ein niedrigeres Umlaufvermögen) hat zur Verringerung der Finanzaufwendungen beigetragen. Der Zinssatz ist gesunken. Das Ergebnis aus Beteiligungen hat sich verbessert.
Die Steuern betragen 13 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2008: 9 Millionen Euro). Die höheren Steuern sind die Folge der besseren Ergebnisse im Ausland.
Der Periodenüberschuss im ersten Halbjahr 2009 beträgt 78 Millionen Euro. Er liegt damit trotz des niedrigeren Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit 30 Prozent über demjenigen des ersten Halbjahres 2008 (60 Millionen Euro). Der Hauptgrund dieser Gewinnsteigerung ist die Verbesserung der Finanzerträge und –aufwendungen infolge niedrigerer Dividendenzahlungen durch DFE und das gestiegene Ergebnis aus Beteiligungen.
Von dem Periodenüberschuss werden 24 Millionen Euro den Zinsen auf Mitgliederobligationen, 4 Millionen Euro den Ausstellern der ewigen Obligationsanleihe, 22 Millionen Euro Minderheitsbeteiligungen und 28 Millionen Euro dem Aktionär, der Zuivelcoöperatie FrieslandCampina U.A., zugerechnet.
Cashflow
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist kräftig gestiegen, nämlich auf 269 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2008: - 94 Millionen Euro). Dies ist hauptsächlich die Folge der Verbesserung des Umlaufvermögens durch vorwiegend niedrigere Preise und positive Auswirkungen der strukturierten Verwaltung des Nettoumlaufvermögens. Infolge der Wirtschaftsentwicklungen und zum Zwecke der Verstärkung der Bilanz wurden einige Investitionsvorhaben aufgeschoben. Die Investitionen in Grundstücke, Bauten, Anlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 87 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2008: 105 Millionen Euro).
Finanzierung
FrieslandCampina macht Gebrauch von Anleihen bei mehreren Gruppen von Kapitalgebern (Mitgliedern/Milchviehhaltern, Banken und Investoren). Dies kommt der Flexibilität des Unternehmens zugute. Der größte Teil der Fremdfinanzierung ist bei Finanzinstituten innerhalb und außerhalb der Niederlande untergebracht. Den Hauptbestandteil der Bankdarlehen bilden so genannte gebundene Kredite in Höhe von 1 Milliarde Euro. Die heutigen Kreditfazilitäten laufen in den kommenden zwölf Monaten aus. Im August 2009 wurde mit Finanzinstituten eine Einigung über die Umfinanzierung des Kreditrahmens in Höhe von 1 Milliarde Euro erzielt. Die Aufschläge, die für die neue Fazilität an die Banken gezahlt werden müssen, sind höher als die heutigen Aufschläge und werden zu höheren Finanzierungskosten führen.
Verstärkung der Finanzposition
Das Konzernkapital am 30. Juni 2009 beträgt 1,6 Milliarden Euro (31. Dezember 2008: 1,5 Milliarden Euro).
Das Eigenkapital hat durch die teilweise Reservierung des Periodenüberschusses und durch den bereits oben genannten Umtausch von 36 Millionen Euro an nachrangigen Obligationen Campina in Mitgliederobligationen-frei von FrieslandCampina durch Mitglieder/Milchviehhalter und Betriebsaufgeber zugenommen. Daneben wurde das Eigenkapital durch die einmalige Umsetzung von 110 Millionen Euro eines Darlehens der Zuivelcoöperatie FrieslandCampina U.A. in Eigenkapital der Royal FrieslandCampina N.V. aufgestockt.
Die Eigenkapitalquote (Konzernkapital in Prozent der Bilanzsumme) beträgt 35,1 Prozent. Gegenüber dem 31. Dezember 2008 (30,0 Prozent) bedeutet dies eine Verbesserung um 5,1 Prozentpunkte, die einerseits den Aufstockungen des Eigenkapitals und andererseits der niedrigeren Bilanzsumme (hauptsächlich infolge des niedrigeren Nettoumlaufvermögens) zuzuschreiben ist.
Die Nettoverschuldung ist auf 1,2 Milliarden Euro zurückgegangen. Gegenüber dem 31. Dezember 2008 (1,5 Milliarden Euro) bedeutet dies eine Reduktion um 267 Millionen Euro und gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 (1,6 Milliarden Euro) eine Reduktion um 397 Millionen Euro. Dies ist vor allem die Folge des geringeren Kreditbedarfs durch das niedrigere Nettoumlaufvermögen und der teilweisen Tilgung der Schuld gegenüber der Zuivelcoöperatie FrieslandCampina U.A. Den in Finanzkennzahlen ausgedrückten Normen von Kapitalgebern wird genügt.
Milchpreis für Mitglieder/Milchviehhalter
FrieslandCampina hat ihren Mitgliedern/Milchviehhaltern für das erste Halbjahr 2009 einen Garantiepreis von 26,04 Euro exklusive MwSt. pro 100 Kilogramm Milch bei 4,41 Prozent Fett und 3,47 Prozent Eiweiß ausgezahlt (erstes Halbjahr 2008: 38,17 Euro). Auf der Basis des in diesem Halbjahresbericht ausgewiesenen Periodenüberschusses stellt sich der Pro-forma-Leistungszuschlag auf 0,34 Euro und der Pro-forma-Milchpreis auf 26,38 Euro pro 100 Kilogramm Milch. Bei der Berechnung des Leistungszuschlags wird der Gewinn auf der Basis des Garantiepreises um die bezahlten Zinsen auf die ewige Obligationsanleihe, die Zinsen auf die Mitgliederobligationen -frei und –fest und den Anteil anderer Gesellschafter am Gewinn verringert und danach durch die gelieferte Menge Mitgliedermilch geteilt (bei der Berechnung des Leistungszuschlags pro 100 Kilogramm Milch anhand des Gewinns auf Jahresbasis ist von einer gelieferten Milchmenge auszugehen, die auf Jahresbasis etwa doppelt so groß sein wird). Gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 haben die bezahlten Zinsen auf Mitgliederobligationen und der Anteil anderer Gesellschafter zugenommen. Für das ganze Geschäftsjahr 2008 betrug der Milchpreis von FrieslandCampina (Garantiepreis zuzüglich Leistungszuschlag) 36,37 Euro exklusive MwSt. Die Pro-forma-Reservierung durch auf den Namen von Mitgliedern/ Milchviehhaltern lautende Gutschriften beträgt 9 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2009 wurden 34 Millionen Euro an Zinsen auf Mitgliederobligationen gezahlt.
FrieslandCampina macht sich große Sorgen über die Folgen der negativen Entwicklung von Verkaufspreisen für Molkereiprodukte und damit für das Niveau des Garantiepreises für ihre Mitglieder/Milchviehhalter. FrieslandCampina unterstützt die Maßnahmen der Europäischen Kommission, die darauf ausgerichtet sind, im Rahmen der Marktverwaltung alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Molkereimarkt zu stützen und zu stabilisieren. Auf kurze Sicht können einzelstaatliche Maßnahmen möglicherweise zu einiger Stützung des Milchpreisniveaus führen. Auf mittlere und lange Sicht stellen sie jedoch keine strukturelle Lösung dar. Ein gleichwertiger EU-Markt (gleiche Regeln in den verschiedenen EU-Ländern) ist von großer Wichtigkeit für FrieslandCampina. Ca. 75 Prozent der Milch der Mitglieder/Milchviehhalter werden innerhalb der EU abgesetzt, die übrigen 25 Prozent außerhalb der EU.
Ausblick
FrieslandCampina erwartet im zweiten Halbjahr 2009 keine wesentlichen Veränderungen der Wirtschaftslage und weiterhin schwierige Marktverhältnisse. Es ist damit zu rechnen, dass insbesondere die Verkaufspreise von Standardmolkereiprodukten infolge des Nachfrageschwunds weiterhin unter Druck stehen werden. Wegen der Volatilität der Märkte und der vielen Unsicherheiten kann FrieslandCampina jedoch keine konkrete Aussage über das für das ganze Geschäftsjahr 2009 zu erwartende Ergebnis machen.
Kennzahlen
Ergebnisse in Millionen Euro |
Erstes halbjahr 2009 |
Erstes Halbjahr 2008 |
Jahr 2008 |
| Umsatzerlöse |
4.104 |
4.818 |
9.454 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit |
110 |
119 |
248 |
| Periodenüberschuss |
78 |
60 |
135 |
|
|
|
|
| Garantiepreis in Euro pro 100 Kilogramm Milch |
26,04 |
38,17 |
35,89 |
| Pro-forma-Leistungszuschlag in Euro pro 100 Kilogramm Milch (1) |
0,34 |
0,45 |
0,48 |
| Pro-forma-Milchpreis in Euro pro 100 Kilogramm Milch (1) (exkl. MwSt., bei 4,41% Fett und 3,47% Eiweiß) |
26,38 |
38,62 |
36,37 |
|
|
|
|
Bilanz in Millionen Euro |
30. Juni 2009 |
30. Juni 2008 |
31. Dezember 2008 |
|
|
|
|
| Bilanzsumme |
4.680 |
5.253 |
4.930 |
| Konzernkapital |
1.642 |
1.615 |
1.480 |
| Dem Anteilseigner der Gesellschaft und sonstigen Kapitalgebern zuzurechnendes Eigenkapital |
1.552 |
1.541 |
1.395 |
| Nettoverschuldung (2) |
1.227 |
1.624 |
1.494 |
|
|
|
|
Cashflow in Millionen Euro |
Erstes Halfjahr 2009 |
Erstes Halbjahr 2008 |
Jahr 2008 |
|
|
|
|
|
Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit |
269 |
-94 |
315 |
| Investitionen in Grundstücke, Bauten, Anlagen und immaterielle Vermögenswerte |
87 |
105 |
240 |
| Abschreibungen auf Bauten, Anlagen und immaterielle Vermögenswerte |
104 |
110 |
219 |
|
|
|
|
| Sonstige angaben |
Erstes Halbjahr 2009 |
Erstes Halbjahr 2008 |
Jahr 2008 |
|
|
|
|
| Konzernkapital in % der Bilanzsumme |
35,1 |
30,7 |
30 |
|
|
|
|
| Milchanlieferung der Mitglieder (in Millionen kg) |
4.439 |
4.374 |
8.589 |
(1) Leistungszuschlag und Milchpreis sind Annäherungswerte auf der Basis des Periodenüberschusses des ersten Halbjahres. Ihre definitive Bestimmung erfolgt auf der Basis der Gewinnzahlen des ganzen Geschäftsjahres.
(2) Die Nettoverschuldung betrifft langfristige verzinsliche Schulden und Finanzverbindlichkeiten abzüglich flüssiger Mittel.
Sie können den vollständigen Halbjahresbericht hier abrufen.