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Neue Erklärung Molkereiindustrie gegen Ernährungsprofile

Amersfoort, die Niederlande - Die europäische Molkereiindustrie hat nach wie vor große Bedenken gegen die geplante Einführung der europäischen Ernährungsprofile. Diese Profile berücksichtigen nicht die gesamte Ernährung des Verbrauchers und sind zu diskriminierend gegenüber Molkereiprodukten. Dies erklärt die europäische Vereinigung der Milchindustrie EDA.

Die Europäische Kommission ist bereits seit Jahren damit befasst, Ernährungsprofile mit Bedingungen für maximale Mengen an Fetten, gesättigten Fetten und Transfettsäuren zu erstellen. Alle verarbeiteten Produkte müssen diesen Profilen entsprechen. In diversen Teilen der Lebensmittelindustrie herrscht große Beunruhigung wegen der Ernährungsprofile. Da Milcherzeugnisse relativ viel Fett enthalten, werden Produkte mit Milch besonders schwer getroffen. Wenn Produkte nicht den Ernährungsprofilen entsprechen, dürfen sie nämlich keine Gesundheitsclaims führen.

Ausnahmeposition
Es jedoch noch nicht sicher, dass die Ernährungsprofile tatsächlich eingeführt werden. Die EDA ist der Meinung, dass Milcherzeugnisse eine besondere Position erhalten müssen, sollten die Profile wirklich realisiert werden. Sie fühlt sich durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit - EFSA – bestätigt. Die soll hierauf schon im Jahr 2008 aufmerksam gemacht haben. Mit einer solchen besonderen Position könnten Molkereiprodukte als Bestandteil einer gesunden Gesamternährung gelten.

Die EDA fürchtet jedoch, dass bei Ernährungsprofilen jedes Nahrungsmittel von sich aus eine ausgewogene Nährstoffzusammensetzung bieten muss. Wenn dem so ist, dann wird es für Molkereiprodukte wohl schwierig werden.

Molkereiprodukte enthalten zwar gesättigte Fettsäuren, aber auch viele unentbehrliche ungesättigte Fette, so die EDA. Ferner erklärt die Vereinigung, dass längst nicht alle gesättigten Milchfette ungesund sind. Milchprodukte helfen außerdem, so die EDA, ein stabiles Gewicht zu erhalten und das Risiko chronischer Erkrankungen wie Diabetes zu begrenzen.