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Preisschwankungen und veränderte Marktumstände im Molkereisektor sowohl Chance als auch Bedrohung

Brüssel, Belgien - Die extremen  Preisschwankungen der vergangenen Jahre auf dem Markt für Molkereiprodukte sind unerwünscht, bieten aber auch Chancen. Die Kombination von stark schwankenden Preisen und sich weltweit verändernden Marktumständen (z. B. weniger Regulierung) sind die Herausforderungen, denen sich der Molkereisektor in denen kommenden Jahren stellen muss. Das ist die Schlussfolgerung eines Seminars, das die European Dairy Association (EDA) am 3. Februar veranstaltet hat. Diverse Akteure aus unterschiedlichen Teilen der Milchkette sprachen über dieses Thema.

Alle Redner sind sich darüber einig, dass die extremen Preisschwankungen nicht erwünscht sind. Auch, wenn man viele unterschiedliche Sichtweisen und Ideen aufs Tapet bringt, so lautet die gemeinsame Schlussfolgerung doch, dass eine Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und dem privaten Sektor notwendig ist, um einen stabileren Preis zu realisieren. Joop Kleibeuker, Generalsekretär der European Dairy Association, erläutert dies: "Der Preis ist ein Signal des Marktes: Preisschwankungen gehören zu einem guten Markt dazu und sind auch notwendig. Doch extreme Preisschwankungen, wie wir sie in der letzten Zeit beobachten, machen den Markt kaputt. Die Europäische Union könnte bei der Reduzierung der Schwankungen helfen. Beispielsweise mit Marktinstrumenten wie Intervention und strategisches Vorratsmanagement."

Die sich weltweit verändernden Umstände erfordern einen Molkereisektor, der sich anpassen kann. Werner Buck, Vorsitzender der European Dairy Association: "Eine der Herausforderungen des Molkereisektors ist das extreme und unerwünschte Niveau der Preisschwankungen, die wir seit 2007 erleben. Um diese Herausforderung bewältigen zu können, müssen wir lernen, uns anzupassen, und obgleich dieser Prozess bereits begonnen hat, wird es doch Zeit kosten, ihn abzuschließen. Ich bin davon überzeugt, dass der Molkereisektor rentabel sein und Bauern, Kunden und anderen Akteuren in der Milchkette einen Mehrwert bieten muss, um seine Existenz auch langfristig sichern zu können."