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Milchkonsum steigt stetig weiter

Moerdijk, die Niederlande - Der weltweite Konsum von flüssigen Milchprodukten wird bis zum Jahr 2012 um durchschnittlich 2,2 Prozent pro Jahr steigen. Das Wachstum wird sich vor allem in Schwellenländern wie China vollziehen. Dies prognostiziert der schwedisch-schweizerische Verpackungshersteller Tetra Pak.

Das Unternehmen veröffentlicht zweimal pro Jahr eine Prognose der Entwicklungen auf dem Markt für Molkereiprodukte. Der Konsum von Milch und süßen Molkereiprodukten in entwickelten Märkten wie z. B. Europa und USA entwickelt sich rückläufig; im Jahr 2009 ist er um 1,2 Prozent zurückgegangen, während das weltweite Wachstum 1,3 Prozent betrug. Vor allem in den Emerging Markets steigt der Verbrauch.

"Die Rezession hat zwar viele Sektoren getroffen, doch der Konsum von Milch und anderen trinkbaren Molkereiprodukte ist relativ stabil geblieben", sagt Dennis Jönsson, CEO der Tetra Pak Group. "Milch ist ein gesundes, nahrhaftes und bezahlbares Grundnahrungsmittel; sie wird täglich von 44 Prozent der Weltbevölkerung getrunken."

Lange haltbare Produkte und Innovation bieten Chancen
Dem sinkenden Konsum von Trinkmilch in entwickelten Märkten wie Europa und Amerika insgesamt steht eine erwartete Zunahme des Konsums in Teilsegmenten dieses Marktes gegenüber. Vor allem die Nachfrage nach ungekühlten, lange haltbaren Milchprodukten wird in den kommenden Jahren steigen, prognostiziert Tetra Pak. Diese Nachfrage wird von vier Trends gesteuert: Gesundheit, Komfort, Verwöhnen und Preisbewusstsein.

Da es für die Hersteller von Molkereiprodukten in den bereits entwickelten Märkten schwieriger ist, ihren Markt zu erweitern, müssen sie auf Innovation setzen, so Tetra Pak. Der Konsum pro Person in diesen Märkten ist etwas höher als in den Schwellenländern. Zum Vergleich: In Irland beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch von gekühlten und ungekühlten Molkereiprodukten 160 Liter und in China 19 Liter.

Prognose weltweites Wachstum
Der Gesamtmarkt für flüssige Molkereiprodukte in 2009 war ca. 263 Mrd. Liter. Das sind 4 Mrd. Liter mehr als Ende 2008. Der größte Teil dieses Wachstum entfällt auf die Märkte der Schwellenländer, da das Bevölkerungswachstum und das Einkommen dort relativ gesehen am schnellsten wachsen. Und auch, weil trinkbare Molkereiprodukte in diesen Ländern noch einen innovativen Charakter haben.