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3. Dezember 2009
Deutsche Molkereigenossenschaften und ihre Mitglieder wollen auch nach 2015 zusammenarbeiten
Kassel/Berlin, Deutschland -
Die deutschen Molkereigenossenschaften und ihre Mitglieder bereiten sich gemeinsam auf die Zeit nach 2015 vor, wenn die Milchquote in Europa wegfallen wird. Ferner wird darüber nachgedacht, wie sich eine Zusammenarbeit ab dem Jahr 2015 konkret gestalten soll. Für die neue Situation, so Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes, sei das genossenschaftliche Modell ein perfektes Konzept. Das Genossenschaftsgesetz biete genug Raum für Anpassungen, ohne die jeweiligen Interessen und die gegenseitige Verlässlichkeit zu beeinträchtigen.
Der Deutsche Raiffeisenverband (eine Dachorganisation genossenschaftlich organisierter Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft) ist der Ansicht, dass die Lieferpflicht und die Abnahmegarantie als Eckpfeiler des Genossenschaftswesens auch für einen Markt ohne Milchquote sehr gut geeignet sind. An der Beziehung zwischen Milchviehhalter und Genossenschaft wird sich im Prinzip nichts ändern, wenngleich es für das einzelne Unternehmen eine klare Verantwortung gibt. „Das Genossenschaftsmodell sorgt in hohem Maße dafür, dass Milchviehhalter und Molkereiunternehmen einander vertrauen können.“
Mengenplanung
Einige Genossenschaften innerhalb des Verbandes befürworten auch für die Zeit nach der Abschaffung der europäischen Milchquotenregelung eine Regulierung der zu liefernden Milchmengen. Die Abnahmepflicht der Molkereien oder die Lieferpflicht der Milcherzeuger braucht durch eine solche Regulierung nicht angetastet zu werden. Vielmehr geht es den Genossenschaften um die Planungssicherheit, die durch eine Regulierung gewährleistet wird. Nüssel betont in dieser Hinsicht die Eigenverantwortung aller Genossenschaften.