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3. Oktober 2011
Start Nachhaltigkeitsprogramm FrieslandCampina in 2012: Unterstützung und Förderung von Milchviehhaltern stehen im Mittelpunkt

Amersfoort, die Niederlande - Eine weitere Verstärkung der Nachhaltigkeit in der Milchviehhaltung kann für FrieslandCampina neue Chancen im internationalen Markt für Molkereiprodukte schaffen und verstärkt die Position der Milchviehhalter in der Gesellschaft. Das ist die Vision, auf die FrieslandCampina die Unterstützung und Förderung der Mitglied-Milchviehhalter bei der Verstärkung der Nachhaltigkeit in ihrer Betriebsführung ab 2012 basiert. Häufig wird dies mit technisch-wirtschaftlichen Verbesserungen bei der Realisierung konkreter Ziele verbunden sein. Die Milchviehhalter erhalten dort, wo dies möglich ist, Wahlfreiheit bei der Realisierung konkreter Ziele. Dieses Nachhaltigkeitsprogramm wurde im vergangenen Jahr gemeinsam mit Milchviehhaltern entwickelt. Der Vorstand der Genossenschaft bespricht das Programm im Oktober und November mit den Mitglied-Milchviehhaltern von FrieslandCampina.
"Unsere Mitglied-Milchviehhalter befassen sich bereits auf individueller Basis mit Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeitsaspekte spielen in zunehmendem Maße ebenfalls eine Rolle beim Absatz von Molkereiprodukten. Auch in der Gesellschaft ist Nachhaltigkeit zu einem Thema von großer Bedeutung geworden. Deshalb müssen wir vielmehr als vorher unsere Leistungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit gegenüber den Abnehmern und der Gesellschaft sichtbar machen. Unser Nachhaltigkeitsprogramm, das wir in der gesamten Genossenschaft in Angriff nehmen, markiert eine neue Phase in der Beziehung zwischen den Milchviehhaltern und der Genossenschaft", so Kees Wantenaar, Vorsitzender des Genossenschaftsvorstands. "Ausgangspunkt ist und bleibt, dass wir für die Wertschöpfung der Milch, die unsere Mitglieder liefern, verantwortlich sind und bleiben. Da Nachhaltigkeit hierfür wichtig ist, möchten wir unseren Mitgliedern Unterstützung und Anreize für ihre Betriebsführung bieten, und zwar viel mehr als in der Vergangenheit. Praktische Erfahrungen haben uns gezeigt, dass eine Verstärkung der Nachhaltigkeit häufig mit einer Verbesserung von technisch-wirtschaftlichen Ergebnissen einhergeht." Beispiele hierfür sind niedrigere Energiekosten, eine bessere Milchproduktion und angenehmeres Arbeiten dank einer besseren Tiergesundheit und der Wertschätzung durch die Gesellschaft.
Wahlfreiheit für den Milchviehhalter
Die Milchviehhalter in den Niederlanden, Deutschland und Belgien, die als Mitglieder der Genossenschaft FrieslandCampina angehören, sind selbstständige Unternehmer. Die Betriebe unterscheiden sich voneinander, sie operieren unter unterschiedlichen Umständen und haben unterschiedliche Ausgangspositionen bei den diversen Nachhaltigkeitsthemen. Wantenaar: "Wir möchten unseren Mitgliedern, wo dies möglich ist, die Freiheit der Wahl lassen, wann sie sich an welches Thema begeben. Dennoch sind einige Elemente Pflichtelemente, das hat mit den geltenden Gesetzen und mit Absprachen, die mit Behörden getroffen wurden, zu tun."
Konkrete Unterstützung für Milchviehhalter
Studiengruppen und Wissensaustausch in realen Treffen auf den Bauerhöfen und in virtuellen Treffen im Internet bilden den Kern des Nachhaltigkeitsprogramms von FrieslandCampina. Bereits vor dem Start dieses Programms hat FrieslandCampina in diesem Jahr einige Initiativen ergriffen. In Zusammenarbeit mit Tierärzten gibt es jetzt bereits Kurse auf dem Gebiet von Tiergesundheit. Zu diesen Kursen haben sich bereits mehr als 4.000 Milchviehhalter angemeldet. Einige Hunderte Milchviehalter haben sich bereits an einem Vergleich des Energieverbrauchs beteiligt.
Foqus planet: Anreize und Belohnung für den Milchviehhalter
Die Förderung von Nachhaltigkeit ist ab 2012 in dem verankert, was jetzt noch das Qualitätssystem ist. Unter dem Namen Foqus planet ist dies ab 2012 das System für Qualität (der Milch und des Produktionsprozesses auf dem Bauernhof), Nahrungsmittelsicherheit und Nachhaltigkeit. Abhängig vom Leistungsniveau, das ein Milchviehhalter im Rahmen von Foqus planet anstrebt, muss er auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit positive Leistungen in einigen Bereichen erzielen. Welche das sind, bestimmt der Viehhalter selbst aus einem breiten Angebot von Möglichkeiten. Das können z. B. Energiesparmaßnahmen sein (Vorkühler, Wärmerückgewinnung), die Teilnahme an einem Kurs zum Thema Tiergesundheit oder das Praktizieren von Weidegang.
Förderung von Weidegang
Was den Weidegang betrifft, so fördert FrieslandCampina die gewünschte Entwicklung zusätzlich mit einer finanziellen Regelung. Die Weidemilchprämie wird ab 2012 auf 50 Cent pro 100 kg Milch erhöht (derzeit 5 Cent). Sie wird an diejenigen Betriebe gezahlt, die ihre Milchviehkühe an mindestens 120 Tagen pro Jahr für mindestens sechs Stunden pro Tag auf der Weide grasen lassen. FrieslandCampina wird in den Niederlanden das Sortiment von Produkten aus Weidemilch ausweiten und für dieses Sortiment einen höheren Preis verlangen.
Für Milchviehhalter, die nicht die Normen für Weidemilch erfüllen, wohl aber ein Viertel ihrer Rinder an mindestens 120 Tagen pro Jahr auf der Weide grasen lassen, wird eine Regelung für 'Teilweidegang' eingeführt. Es wird ein ausführliches Beratungsprogramm geben, das eine gut untermauerte Abwägung aller Argumente mit Bezug auf die Anwendung von Weidegang ermöglicht.
Weiterentwicklung nach 2012
Der Ansatz, den FrieslandCampina jetzt plant, ist zunächst für den Zeitraum von 2012 bis 2014 bestimmt. Das Paket an Studien- und Beratungsprogrammen wird in dem Maße fortlaufend ergänzt und verbessert, in dem die Mitglied-Milchviehalter sich in diese Programme einbringen.
Für die Mitglied-Milchviehhalter wurde eine Broschüre zum Nachhaltigkeitsansatz von FrieslandCampina erstellt. Sie können diese Broschüre hier als PDF-Datei herunterladen.