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18. März 2009
Europäische Kommission erwartet bis 2015 Anstieg der Agrareinkommen
Brüssel, Belgien -
Die Europäische Kommission hat Mitte März die Aussichten für die Agrarmärkte und einkommen für den Zeitraum 2008-2015 veröffentlicht. Aus den veröffentlichten Daten geht hervor, dass die durchschnittlichen Agrareinkommen innerhalb der EU um 7,5 Prozent gegenüber dem (günstigen) Jahr 2007 steigen werden.
Dieser Anstieg der Agrareinkommen entfällt jedoch zu einem großen Teil auf die osteuropäischen Länder, die in den kommenden Jahren höhere Agrarsubventionen erwarten können. Die Einkommen der Bauern in den 'EU-15' bleiben gegenüber 2007 gleich oder gehen leicht zurück. Aus dem Bericht wird deutlich, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise auch den landwirtschaftlichen Sektor treffen wird, obgleich dieser Sektor im Allgemeinen wirtschaftlichen Krisen besser gewachsen ist als andere Sektoren, so die Kommission. Mittelfristig werden die Agrarmärkte ein allmähliche Erholung verzeichnen, prognostiziert die Kommission. Die Märkte werden durch strukturelle Faktoren gestützt, wie z. B. das Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Nahrungsmitteln.
Die Milchproduktion wird bis 2015 leicht steigen, aber unterhalb der Milchquote bleiben, die von der Europäischen Kommission festgesetzt wurde. Die Kommission zieht aus den Daten die Schlussfolgerung, dass die Abschaffung der Quote keinen großen Effekt auf den Milchpreis haben wird.
Die EU erklärt jedoch auch, dass bei den Berechnungen die laufenden Welthandelsgespräche nicht berücksichtigt sind. Dabei bleiben die Aussichten für die Agrarmärkte ungewiss, auch aufgrund der zukünftigen klimatologischen Umstände.